Im slowenischen Kocevje: Yaskawa baut seine erste Roboterfabrik in Europa

Yaskawa hat vor kurzem in der slowenischen Stadt Kocevje den Spatenstich für seine erste europäische Roboterfabrik gesetzt. Ab 2018 sollen dort die ersten Motoman-Roboter aus rein europäischer Fertigung entstehen.

Spatenstich für Roboterfabrik von Yaskawa in Slowenien Bildquelle: © Yaskawa

Der erste Spatenstich für Yaskawas neue Roboterfabrik im slowenischen Kočevje

Mit mehr als 380.000 installierten Einheiten ist Yaskawa einer der weltweit größten Akteure im Bereich Industrieroboter. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, mittelfristig auch in Europa zu den führenden Herstellern von Industrierobotern zu gehören. Dafür werden jetzt in Kočevje eine neue Roboterproduktion und ein neues europäisches Robotik-Entwicklungszentrum gebaut. Das Investitionsvolumen beträgt rund 25 Millionen Euro. Bei Yaskawa sollen dabei etwa 200 neue Arbeitsplätze entstehen und weitere bei den europäischen Zulieferern. Momentan beschäftigt Yaskawas Robotics Division europaweit ungefähr 960 Mitarbeiter, davon knapp ein Drittel in Deutschland. Insgesamt sind bei Yaskawa in Europa rund 350 Entwicklungs- und Applikationsingenieure tätig.

Außer dem neuen Roboterwerk baut Yaskawa aktuell an drei weiteren europäischen Projekten: Mehr als 10.000 qm Produktions- und Bürofläche werden im französischen Nantes errichtet. In Torsås (Schweden) entstehen eine neue Fabrikhalle und neue Büroarbeitsplätze. Die Fertigstellung der Gebäude ist ebenfalls für Ende 2018 geplant. Schon weit fortgeschritten ist der Erweiterungsbau mit 4000 qm Produktions- und Lagerfläche und 1200 qm Bürofläche am europäischen Hauptsitz für Robotics in Allershausen nördlich von München, der bereits im Januar 2018 bezogen wird.

Die Investitionen sind Teil der Europa-Initiative des Konzerns, die Ende letzten Jahres vorgestellt wurde. Neben dem Ausbau der Infrastruktur umfasst die Strategie auch die Stärkung des Entwicklungs- und Applikations-Engineering sowie Akquisitionen, um die Bereiche „Energy“ und „Marine“ zu stärken.