Mobile World Congress: Smart Cities im Fokus

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona neben dem IoT und 5 G die Smart Cities im Mittelpunkt.

Connected Vehicles Bildquelle: © GSMA

Ein »Connected Vehicle« auf dem MWC 2017 in Barcelona.

Die GSMA räumte dem Thema Smart Cities auf dem mit einem Rekord von 108.000 Besuchern schließenden Mobile World Congress mit einer vergrößerten Ausstellungsfläche und mehreren Konferenzen verstärkt Raum ein. Deutlich wird, dass »Government« in Form der Kommunen weltweit ein bevorzugter Kunde für vernetzte Technologien und Geräte sein wird, nicht nur wegen der sich eintrübenden Sicherheitslage.

Die »GSMA Innovation City« war auch in diesem Jahr wieder eine der populärsten Attraktionen, die Lösungen von AT&T, Cisco Jasper, KT Corporation, Sierra Wireless sowie Heawei und UNLIMIT/Reliance zeigte.

Cisco Jasper hatte einen Wohnblock miniaturisiert, der den Besuchern Interaktion mit IoT-verbundenen Verkehrsampeln als Teil eines dynamisch reagierenden Intelligent Transportation Systems (IST) bot. Smarte Parkuhren benachrichtigen Fahrer, wenn in der Nähe ein Parkplatz frei wird, vernetzte Ladestationen für Elektrofahrzeuge leisten dieses Auffinden freier Ladeplätze für E-Mobilisten.

Wearables ermöglichen eine bessere Überwachung der Gesundheit von mit ihren Pflegern elektronisch verbundenen Senioren und smarte Einzelhandelslösungen versorgen auch Tante-Emma-Läden mit zuverlässigen Point-of-Sales-Anwendungen. Harman kündigte ein Frühwarnsystem für Motoren und Pumpen der städtischen Infrastruktur an, mit dem Kommunen über eine Vibrationsanalyse den Zustand der Technik überwachen können.

Huawei zeigte Connected Drones für die öffentliche Sicherheit, Cloud-VR/AR im Gaming-Kontext, über 5G verbundene Connected Vehicles sowie über das Mobilnetz gesteuerte Wireless Robotics. Connected Vehicles im Smart City Kontext erhielten im Rahmen des MWC sogar ihre eigene Keynote. Sierra Wireless bot u.a. eine LTE-M-verbundene Smart Water Application und AT&T fokussierte auf Connected Cars, Healthcare, Flottenmanagement, Telemetrie sowie ein voll integriertes Smart Home inklusive Security- und Energie-Anwendungen, das Teil des städtischen Smart Grids war.

Sie stellten u.a. einen Lichtmast vor, der mit Kameras und Sensoren ausgestattet den öffentlichen Verkehr sowie die Sicherheit überwacht, Luftverschmutzung, Wetter und Umgebungsgeräusche registriert. AT&T gab eine Kooperation mit Current, einer Abteilung von GE bekannt, die IoT-Technologien an US-amerikanische und mexikanische Städte verkauft und in der AT&T als exklusiver Wiederverkäufer intelligenter Sensor-Nodes von GE fungiert, die in Laternenmasten eingebaut werden. Die Nodes sind mit drei Kameras und mehreren Sensoren ausgestattet, nutzen das 4G LTE-Netzwerk oder Glasfaser verwandeln Lichtmasten vieler Hersteller in »kommunale Fühler«, deren Daten der Allgemeinheit frei zugänglich gemacht werden sollen.