Integration von IO-Link in OPC UA: Community macht IO-Link fit für Industrie 4.0

Die IO-Link Community hat eine Technische Arbeitsgruppe gegründet, um die Integration von IO-Link in OPC UA auf Basis vorhandener Anwendungsfälle (use cases) zu spezifizieren. Ziel ist, noch im Jahr 2018 eine entsprechende Companion Specification vorzulegen.

Schema zum OPC UA Information Model Bildquelle: © PNO

Noch im Jahr 2018 soll ein finaler Vorschlag für die Companion Specification vorliegen.

Zumindest hierzulande dürfte der OPC-UA-Standard der OPC Foundation als Technik für die Datenübertragung zwischen Feldebene und IT bzw. Cloud gesetzt sein. Auch die Plattform Industrie 4.0 favorisiert OPC UA dafür. Im Rahmen der IO-Link Community wird deshalb ein entsprechender Standard für ein Daten- und Funktionsmodell entstehen, um künftig IO-Link Devices und IO-Link Masters entsprechend in OPC UA repräsentieren zu können. Der Ansatz folgt der allgemeinen Empfehlung zur Erarbeitung von OPC UA Companion Standards. Ziel der neu gegründeten IO-Link-/OPC-UA-Arbeitsgruppe (C4/PG51) unter der Leitung von Michael Tiegelkamp (TE Connectivity) ist, noch im Jahr 2018 einen finalen Vorschlag für die Companion Specification (draft for voting) abzuschließen.

IO-Link als Punkt-zu-Punkt-Protokoll für Sensorik und Aktorik ist Hersteller- und damit Feldbus-bzw. Industrial-Ethernet-unabhängig und unterstützt inzwischen über 4500 Geräte. Mittels IO-Link Masters lassen sich IO-Link-Sensoren und -Aktoren ohne weitere Anpassung an die diversen Feldbussysteme anschließen. Die Masters können mittlerweile auch in einfache Geräte preisgünstig integriert werden. IO-Link eröffnet damit die Chance, auf eine breite Palette von Sensoren und Aktoren standardisiert und Feldbus- oder Industrial-Ethernet-unabhängig zuzugreifen.

Auf dem Weg in Richtung Industrie 4.0 entsteht obendrein der Bedarf, IO-Link-Geräte semantisch in Systeme einzubinden, die oberhalb des Feldbusses oder Industrial-Ethernet-Systems liegen, um Sensordaten auswerten zu können. Diese Funktion wird oft als „sensor to cloud“ bezeichnet, um auszudrücken, dass IT-Systeme, die außerhalb der Automatisierung liegen, für die Analyse der Sensordaten zuständig sein sollen. Sensordaten lassen sich so auch nahtlos an MES- und ERP- Systeme anbinden.