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Auszeichnung für Masterarbeit: Rechenverfahren verbessert industrielle Schaltsysteme

Die Abschlussarbeit des Kaiserslauterer Masterstudenten Sebastian Grau wurde von der Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie (NAMUR) mit dem 3.500 Euro dotierten Namur-Award 2017 ausgezeichnet. Graus neue Rechenverfahren verbessern Schaltsysteme industrieller Prozesse.

NAMUR-Preisträger Bildquelle: © Sebastian Grau

Schaltende Systeme spielen in industriellen Prozessen eine wichtige Rolle. Sie regeln z.B. das Öffnen und Schließen von Ventilen, die Temperaturen und Drücke regulieren. Zum Einsatz kommen sie auch bei der Steuerung von Ladegeräten z.B. in Smartphones oder elektrischen Antrieben.

Im Rahmen seiner Masterarbeit »Optimal and Suboptimal Control of Switched Linear Systems« hat der angehende Ingenieur Sebastian Grau eine neue Variante von Reglern zusammen mit Thomas Leifeld, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, konstruiert. Dazu hat er sich mit Optimierungsverfahren aus der Mathematik beschäftigt. Diese komplexen Rechenwege helfen dabei, komplizierte Prozesse, Entscheidungswege und Ähnliches zu vereinfachen. Für die Regelsysteme hat Gau einen neuartigen Lösungsansatz entwickelt. Dieser Algorithmus ermöglicht es, dass solche Systeme effizienter und schneller arbeiten.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der jährlichen NAMUR-Hauptsitzung im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr statt. Gau hat an der TU Kaiserslautern Elektrotechnik studiert. Seine Masterarbeit hat er bei Professorin Zhang am Lehrstuhl für Automatisierungstechnik angefertigt. Die Forscher beschäftigen sich hier unter anderem mit der Steuerung von industriellen Prozessen.

Mit der Auszeichnung ehrt NAMUR jedes Jahr die beste Diplom- und/oder Masterarbeit in den Bereichen Elektro-, Automatisierungs-, Informations-, Mess-, Regelungs-, Prozessleit- sowie
Verfahrenstechnik.