Sie sind hier: HomeThemenSmart EnergySmart Meter

»Wir wollen 20 Prozent des Rollout-Marktes abdecken«: Siemens und E.ON kooperieren im Smart Metering

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Stadtwerke können von Skaleneffekten profitieren

Allein zwischen 2017 und 2032 wird der Rollout im Netzgebiet von E.ON 1,1 Mio. intelligente Messsysteme und 4,9 Mio. moderne Messeinrichtungen umfassen. E.ON Metering verfügt schon heute über eine umfassende Expertise im Messstellenbetrieb, weil sie in Deutschland bereits die meisten intelligenten Messzähler in das Stromnetz integriert hat. Europaweit sind es über 2 Mio. implementierte Smart Meter.

Daraus resultieren erhebliche Skaleneffekte. Außerdem sei E.ON laut Abs weltweit mit allen Zählerherstellern im Gespräch, um den Partnern frühzeitig stabile Systeme bieten zu können. »Die daraus resultierenden Einkaufsvorteile können wir an die Stadtwerke weitergeben«, sagt Abs. »Weil sie von den Skaleneffekten profitieren, können die Stadtwerke profitabel arbeiten – unabhängig von ihrer Größe«, ergänzt Ute Redecker.

Stadtwerkeallianz Messwesen

Um als Dienstleister mit den kleineren und mittleren Stadtwerken auf Augenhöhe sprechen zu können, hat E.ON die Stadtwerkeallianz Messwesen (SaM) gegründet. Die Stadtwerke profitieren von geringeren Investitionskosten und sie können sich aussuchen, welche Bausteine aus dem modular aufgebauten Angebot sie benötigen. »Vom schlüsselfertigen Rundum-sorglos-Paket bis zu einzelnen Modulen stellen wir alles zur Verfügung«, sagt Abs. Damit kommen über die kleinen und mittleren Stadtwerke selektiv auch größer Betriebe in den Zielbereich der Vertriebspartnerschaft. Insgesamt kann sich Abs vorstellen, »rund 20 Prozent des Marktes beim Rollout zu begleiten.« Und  Ute Redecker stimmt zu: »Wenn wir 20 Prozent schaffen, dann lohnt sich das für uns.«

Neben den 20 Prozent Marktabdeckung formuliert Paul-Vincent Abs ein weiteres Ziel: »Wir müssen es schaffen, dass die Kunden das Smart Metering haben wollen, weil sie darüber Zusatzdienstleistungen angeboten bekommen.« Dabei stellt er sich neben der transparenten Darstellung des Energieverbrauchs und der Möglichkeit zum Energiesparen weitere Anwendungen im Smart Home vor. Insbesondere Dienste rund um die Sicherheit und um die Gesundheit, denn sie würden nur auf Basis einer sehr sicheren Infrastruktur angeboten werden können, wie sie die BSI-zertifizierten Gateways bereitstellen. Und dass sich das Smart Metering mittel- und langfristig durchsetzen wird, davon ist er überzeugt:  »Dann wird es für alle einen guten und sicheren Zugang zum Smart Home geben.«


Ute Redecker, Siemens: »Stand-alone-Lösungen wären nur für wenige kostendeckend realisierbar, das können nur starke Partner gemeinsam schaffen.«