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»Barometer Energiewende-Digitalisierung«: Verzögerte Digitalisierung der Energiewende wird überprüft

Der Rollout der Smart Meter, der Ausbau des Smart Grids, stocken. Warum die Digitalisierung der Energieinfrastruktur nicht voran geht, klärt die Bundesregierung jetzt durch die Unternehmensberatung Ernst & Young, die 2018 bis 2021 jährlich ein »Barometer Digitalisierung der Energiewende« vorlegt.

Konzepte für Smart Cities und Smart Energy erfordern flexible und mobile Messgeräte, die EMH auf der diesjährigen E-World präsentiert. Bildquelle: © EMH Energie-Messtechnik

Konzepte für Smart Cities und Smart Energy können nicht ohne Geschäftsmodelle auskommen. Diese zu identifizieren und ihre Verbreitung zu beschleunigen, ist eine Aufgabe des »Barometers Digitalisierung der Energiewende« und des begleitenden Verfahrens.

Der Rollout der Smart Meter, der Ausbau des Smart Grids, stocken. Warum es mit der Digitalisierung der Energieinfrastruktur nicht voran geht, lässt die Bundesregierung jetzt u.a. durch die Unternehmensberatung Ernst & Young klären, die hierzu 2018 bis 2021 jährlich ein »Barometer Digitalisierung der Energiewende« getauftes Gutachten vorlegt.

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) hat bislang nicht den erhofften technologischen Modernisierungsschub gebracht, der Smart Meter Rollout klemmt, die Datenaustauschmodelle für Netzbetreiber Smart Meter-Lieferanten und Messstellenbetreiber fehlen und bislang ist kein Smart Meter Gateway beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert.

Und das alles, obwohl die Bundesregierung, ebenfalls auf Gutachten gestützt, die allein durch die Einführung von Smart-Meter-Gateways (SMGW) nach BSI-Standard induzierten Investitionen auf 10 Milliarden Euro veranschlagte. »Privacy & IT-Security by Design« sollten als »Hub« die Digitalisierung in Bereichen wie Smart Home, Smart Mobility und Industrie 4.0 anreizen. Das ist bislang nicht im erhofften Ausmaß geschehen.

Ziel der des »Barometers« ist es, hierfür die Gründe zu eruieren und zu klären, inwieweit die Vorgaben des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende umgesetzt werden, welche Erfahrungen dabei gesammelt wurden, ob und welche Geschäftsmodelle entstehen und inwieweit der Verbraucher die neue Technologie akzeptiert. Neben den jährlichen Gutachten geben weitere Gutachten zu »Topthemen« konkrete Handlungsempfehlungen zum weiteren Vorgehen.

Neben dem Blick auf die Smart Meter Infrastruktur wird geklärt, ob die TK-Infrastruktur und –Regulierung den Anforderungen eines Smart Grids genügt und wie die Netzregulierung auf Basis GDEW die Flexibilisierung der Energieversorgung und die Sektorkopplung mit den Bereichen Wärme und Verkehr die Energiewende unterstützen kann.

Vertieft beleuchten wird das Barometer den Rollout intelligenter Messsysteme und Messeinrichtungen sowie die Rollout-Strategien der Messstellenbetreiber und Übertragung der Grundzuständigkeit an Dritte, die Eigenerzeugung, § 14a EnWG-VO, die Möglichkeit variabler Tarife u.a. Zu den Gutachten über die »Topthemen« werden 2019 und 2020 Updates erstellt, Kickoffmeetings, Workshops und Projektbesprechungen der Marktteilnehmer sollen die Kommunikation unter den Stakeholdern vertiefen und zur Diffusion der besten Digitalisierungsstrategien beitragen.