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Umfrage: Wohneigentümer interessieren sich am stärksten für Elektromobilität

Etwa die Hälfte der Besitzer von Häusern und Wohnungen können sich den Erwerb eines E-Bikes (48 Prozent) oder Elektroautos (47 Prozent) vorstellen, hat das Marktforschungsinstitut YouGov festgestellt. Damit eröffnen sich für Energiedienstleister neue Absatzchancen.

Damit Elektroautos in Zukunft günstiger zu produzieren sind, plant Tesla die Gigafactory und kooperiert dazu mit Panasonic. Bildquelle: © Tesla

Jenseits des Hypes um Luxus-Elektroautos wächst der Markt für Elektromobile nur bescheiden. Aktive Energiedienstleister, die den Kunden mit Servicepaketen die Hürden beiseite räumen, können diese als erste binden.

26 Prozent der Befragten haben auch Interesse an E-Rollern. 40 Prozent der an einem E-Auto Interessierten könnten sich den Kauf eines Plug-In-Hybrid und rund ein Drittel (34 Prozent) den Kauf eines echten Elektroautos vorstellen. Für mehr als die Hälfte (55 Prozent) der an Elektrofahrzeugen Interessierten käme die Installation einer privaten Ladebox in Frage, 29 Prozent planen innerhalb der nächsten fünf Jahre konkret die Anschaffung einer Box.

Tatsächlich planen 2016 aber erst 7 Prozent der Befragten den Kauf eines Elektromobils, bzw. sind in der konkreten Entscheidungsfindung. Bei Zweirädern planen immerhin 18 Prozent im Jahr 2016 die Anschaffung.

Für die Studie Studie »Absatzchancen von Energiedienstleistungen« befragte das Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov zwischen September und Oktober 2015 insgesamt 1.016 Wohneigentümer (Haus- und Wohnungsbesitzer) repräsentativ. »Unsere Ergebnisse zeigen ein hohes Potenzial für Elektrofahrzeuge und damit verbundene Dienstleistungen unter den Haus- und Wohnungsbesitzern. Um die Nachfrage in der Zielgruppe und bei der Gesamtbevölkerung zu nutzen und zu erhöhen, gilt es, die bestehenden Barrieren schnell und effizient abzubauen«, sagt Werner Grimmer, Head of Energy Research bei YouGov.

Die größten Hemmnisse für die Anschaffung von Elektromobilen sind das dünne Ladestationsnetz (40 Prozent), fehlende finanzielle Mittel (32 Prozent) bzw. Skepsis gegenüber den möglichen monetären Einsparungsmöglichkeiten durch die Elektromobilität. »Produkte wie private Ladeboxen, aber auch attraktive Finanzierungsmodelle und staatliche Förderung spielen hier eine wichtige Rolle, um die kritische Masse für eine erhöhte Nachfrage zu erreichen« sagt Werner Grimmer. Beim Aufbau der Ladenetze und dem Abbau der Finanzierungshürden können Energiedienstleister durch Services schnell einen Kundenstamm aufbauen.