Sie sind hier: HomeThemenSmart EnergySmart Mobility

Autonomes Fahren: Autohersteller und Zulieferer kooperieren beim Kostensharing

Die Branche meint es offenbar ernst mit dem autonomen Fahren. Führende Automobilhersteller und Zulieferfirmen haben sich auf das gemeinsame Stemmen der erheblichen Kosten für autonom, bzw. selbstfahrende Kraftfahrzeuge geeinigt.

Autonomes Fahren geht nicht ohne Künstliche Intelligenz. Audi setzt hierfür auf Partner wie Nvidia, um Know-how auf- und auszubauen. Bildquelle: © Audi

Autonomes Fahren geht nicht ohne Künstliche Intelligenz. Audi setzt hierfür auf Partner wie Nvidia, um Know-how auf- und auszubauen.

»Was gerade in der Branche passiert, ist eine Hyper-Version der »Reise nach Jerusalem«, und die Musik spielt noch«, sagte Gill Pratt, CEO des Toyota Research Institute der Nachrichtenagentur Reuters. »Jeder wechselt die Partner«.

Mobileye, Nvidia und Delphi Automotive gehören im globalen Rennen um das selbstfahrende Auto zu den bevorzugten Technologiepartnern. Sie werden von einer großen Gruppe von Autoherstellern umworben, die Selbstfahr-Technologie lieber in Kooperation mit Zulieferern herstellen möchten, anstatt wie Tesla, GM und Ford alles selbst zu machen.

Amon Shashua, Chef der Israelischen Zulieferers von Advanced Driver Assistance Systems (ADAS), Mapping- und Optischen-Sensor-Lösungen Mobileye erklärte: »Wenn sie ein wirklich autonomes Auto bauen wollen, ist das eine Aufgabe für mehr als einen Player. Die technologischen Herausforderungen sind immens. Ich würde es damit vergleichen, einen Mann zum Mond zu schicken.«

Mobileye verkauft seine Kameras, Chips und Software für Fahrerassistenzsysteme an mehr als zwei Dutzend Hersteller weltweit. Die Firma war bis zu einem Zerwürfnis im vergangenen Jahr Partner Teslas. Im Sommer vergangenen Jahres starb ein Fahrer eines Tesla S während er das Tesla Autopilotsystem benutzte.

Mit Delphi plant Mobileye bis 2019 ein ADAS für kleinere Autohersteller anzubieten, das etwa 5000 Dollar kosten soll. Im Februar meldete Mobileye nach der Zusammenarbeit mit VW eine Kooperation mit BMW, die die Lokalisierungs- und Kartographie-Lösungen des Unternehmens ab 2018 in BMW-Autos bringen wird.

Chip-und Grafikkartenhersteller Nvidia intensiviert derweil seine Partnerschaft mit Firmen wie Audi, dem Mapping-Unternehmen Here sowie den deutschen Zulieferern ZF und Bosch. »Es gibt da draußen keinen Zulieferer, der die ganze Lösung anbietet