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Forschungserfolg: 50 (!) Prozent weniger Feinstaub bei Pellet-Verbrennung

Forschern des Instituts für Umwelttechnik und Energiewirtschaft der TU Hamburg ist durch eine Additivierung die Reduktion der Feinstaub-Emissionen bei der Holzpellet-Verbrennung um ca. 50 Prozent gelungen.

Pellets Bildquelle: © Tom Bruton

»Noch nie kamen Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet auf eine derartig hohe Zahl«, sagt Doktorandin Theresa Hülsmann, die das Projekt am Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft betreut. »Dass die Ergebnisse so positiv ausfallen, hat uns selbst überrascht. Kein Additiv hat sich bisher als so effektiv herausgestellt wie Kaolinit.«

Holzpellets, kleine Körper aus verdichteten Sägewerksrückständen (Sägemehl), erfreuen sich als Brennstoff in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Allerdings verursacht ihre Verbrennung vergleichsweise hohe Feinstaubemissionen. Durch Zumischung des Minerals Kaolinit können diese um ca. 50 Prozent gesenkt werden.

»Die Maßnahme ist kostengünstig und leicht umzusetzen«, sagt Professor Martin Kaltschmitt, Leiter des TUHH-Instituts für Umwelttechnik und Energiewirtschaft. »Bestätigen sich diese Ergebnisse auch in Feuerungsanalagen mit anderen Verbrennungstechniken, könnte eine derartige Additivierung der Holzpellets in den europäischen Brennstoffnormen festgeschrieben und dadurch merklich zu einer umweltfreundlicheren Biomasseverbrennung beigetragen werden.«

Da das Ausgangsmaterial für Holzpellets nicht beliebig vermehrbar ist, arbeitet Thereesa Hülsmann im Verlauf ihrer Arbeit daran, »Mischpellets« aus Holz und Stroh herzustellen. Stroh  fällt in großen Mengen an, seine Nutzung als Brennstoff ist jedoch bislang von untergeordneter Bedeutung.