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VKU-Erzeugungsumfrage: Kommunale Erzeugungskapazitäten auf Rekordniveau

Die VKU-Erzeugungsumfrage hat für das Jahr 2016 kommunale Erzeugungskapazitäten auf Rekordniveau ergeben. Zwei Drittel der Anlagen sind KWK- oder regenerative Anlagen. Der Anteil erneuerbarer Energien am Kraftwerkspark stieg innerhalb eines Jahres um 19 Prozent.

Investitionen Bildquelle: © VKU

Die Investitionen der Kommunalwirtschaft fließen zu 70 Prozent in Energiewendeanlagen. Der Anteil der hocheffizienten KWK liegt bei rund 53 Prozent, Erneuerbare-Energien-Anlagen machen 17 Prozent aus.

VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche: »Die Investitionen zeigen, dass sich der Trend zu Energiewendeanlagen bei den Stadtwerken verstetigt. Insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien sehen wir weiter eine deutliche Dynamik.«

2016 lagen die Investitionen kommunaler Unternehmen in Energieerzeugungsanlagen bei 6,33 Milliarden Euro. Nach der letzten Unsicherheitsphase stiegen die Investitionen  wieder um 30 Prozent an. 2016 waren 4986 MW Kraftwerkskapazität im Bau bzw. im Genehmigungsverfahren. Auch hier stellen KWK-Anlagen den überwiegenden Anteil.

Der Anteil erneuerbarer Energien stieg auf 17,5 Prozent, der Anteil der KWK auf 41,4 Prozent, insgesamt beliefen sich die kommunalen Kraftwerkskapazitäten 2016 auf 28,5 GW, was einen Anteil von 14,6 Prozent am gesamten Erzeugungsmarkt entspricht.

Reiche: »Die nächste Bundesregierung muss dafür sorgen, dass wir verlässliche Rahmenbedingungen für die Energieerzeugung haben. Die Kraft-Wärme-Kopplung, die hoch effizient und nachhaltig Strom und Wärme erzeugt, muss weiter wirtschaftlich betrieben werden können. Im Bereich der erneuerbaren Energien brauchen wir verlässliche Ausschreibungsbedingungen, damit der Markt funktioniert. Die Belastungen zwischen den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr müssen so verteilt werden, dass hier ein echter Wettbewerb stattfinden kann. Dann kann auch Erdgas seine Potenziale für die Energiewende ausspielen.«