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Projekt »MARI«: Netzbetreiber bauen europaweite Plattform für Minutenreserve

19 Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), darunter die deutschen Amprion, 50 Hertz, Tennet und Transnet BW haben eine Absichtserklärung für die Planung, Implementierung und den Betrieb einer europäischen Plattform zum gemeinsamen Abruf von Minutenreserve unterzeichnet.

Dieses Bild eines Modells eines anderen 1100-kV-Transformators von Siemens zeigt die gewaltigen Dimensionen. Allein die Ventildurchführungen der neuen 1100-kV-HGÜ-Transformatoren, von denen es noch eine Bilder gibt,  erreichen eine Länge von rund 19 Bildquelle: © Siemens

Transnationale Energieübertragung von morgen mit gewaltiger Technik: Ein 1100-kV-HGÜ-Transformator von Siemens.

Dem gemeinsamen europäischen Stromnetz wollen Europas Übertragungsnetzbetreiber mit dem Projekt »MARI« näherkommen. »MARI« steht für »Manually Activated Reserves Initiative« in deren Rahmen eine europäische Plattform für den Austausch von Minutenreserve entwickelt werden soll.

Im Vorgriff auf die am 16. März 2017 verabschiedete Richtlinie »Guideline on Electric Balancing« (GL EB), die die Einführung von Plattformen zum Austausch aller Regelenergiearten vorsieht, begannen die ÜNB bereits 2016 damit, das Design der Plattformen vorzubereiten.

Sie wollen die GL EB implementieren und die Versorgungssicherheit, die Effizienz des Regelenergieeinsatzes und die europäische Kooperation im Bereich der Regelenergie verbessern. Ziel ist es, die gesetzlichen Anforderungen innerhalb der Umsetzungsfristen bis zum Jahr 2022 zu erfüllen. Unter Kooperation von Stakeholdern und Regulierungsbehörden konzentrieren sich die ÜNB jetzt auf die Entwicklung und die Implementierung der Minutenreserve-Plattform.