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Das deutsche Höchstspannungsnetz: Die neuen HGÜ-Onshore-Verbindungen

Der VDE hat die Karte »Deutsches Höchstspannungsnetz« aktualisiert und darin erstmals die geplante HGÜ-Onshore-Leitungen eingetragen.

Darum geht es: Die Anbindung von Off-Shore-Windparks und die Übertragung der Energie über neue HGÜ-Trassen an Land, die jetzt neu in die Karte des deutschen Höchstspannungsnetzes aufgenommen wurden. Bildquelle: © VDE

Darum geht es: Die Anbindung von Off-Shore-Windparks und die Übertragung der Energie über neue HGÜ-Trassen an Land, die jetzt neu in die Karte des deutschen Höchstspannungsnetzes aufgenommen wurden.

Denn nachdem neue HGÜ-Leitungen (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) in den vergangenen Jahren vorrangig offshore in der Nordsee in der Netzkarte ergänzt wurden, konkretisierten sich jetzt die Verbindungen an Land. Auf der Karte des Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE|FNN) sind die Höchstspannungsleitungen der vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission, Amprion, TenneT TSO und TransnetBW verzeichnet. Neben den bestehenden Leitungen mit 380 und 220 kV werden auch die im Bau und in der konkreten Planung befindlichen Leitungen dargestellt.

Um Windenergie verlässlich zu den großen Verbrauchszentren im Süden Deutschlands zu transportieren, sind fünf HGÜ-Onshore-Leitungen notwendig und laut Netzentwicklungsplan der Übertragungsnetzbetreiber vorgesehen. Die geplanten Leitungen sind nun mit Start- und Endpunkt in der Netzkarte verzeichnet. Am weitesten fortgeschritten ist das Projekt Ultranet, dessen Trasse voraussichtlich von Osterath in Nordrhein-Westfalen nach Philippsburg in Baden-Württemberg verlaufen wird. Die Inbetriebnahme ist für 2021 geplant. Das Besondere am Projekt Ultranet ist, dass Gleich- und Wechselstrom mit einer Spannung von 380 Kilovolt auf denselben und um großen Teil bereits vorhandenen Masten transportiert werden soll.

Neu dargestellt ist die fertiggestellte »Thüringer Strombrücke«. Diese ist  2017 nach 15-jähriger Planungs- und Bauzeit in Betrieb gegangen und schließt eine zentrale Lücke für den Stromaustausch zwischen dem Nordosten und Süden Deutschlands.  

Die Karte »Deutsches Höchstspannungsnetz« mit dem Stand 1. Januar 2018 ist online als detaillierte Wandkarte (Maßstab 1:600.000, 112 mal 146 cm) oder als Faltplan (Maßstab 1:1.200.000, 60 mal 75 cm) erhältlich. Einen aktualisierten Übersichtsplan finden steht kostenfrei zur Verfügung.