Zentrale Vakuumversorgung: Wartungsfreundlich bei 50 Prozent geringerem Energieverbrauch

Die neuen drehzahlgeregelten Vakuumpumpen der Baureihe GHS-VDS+ von Atlas Copco sind wartungsfreundlich konstruiert und amortisieren sich bei Energieeinsparungen um 50 Prozent schon nach kurzer Zeit.

GHS 5400 VSD+ Bildquelle: © Atlas Copco

Im April war die derzeit größte Schrauben-Vakuumpumpe von Atlas Copco, die GHS 5400 VSD+, erstmal öffentlich zusehen: auf der ComVac in Hannover

Für Pumpkapazitäten bis 4800 m3/h erweitert Atlas Copco seine Vakuumpumpen-Serie um die Modelle 3800, 4600 und 5400. Im April war das erste Exemplar auf der ComVac in Hannover zu sehen. Die Schrauben Vakuumpumpen sind für Anwendungen mit hohem Vakuumbedarf, z. B. in der Glasindustrie, an Verpackungslinien, bei Trocknungsprozessen und in der Dosenherstellung geeignet. Sie unterstützen die Umstellung mehrere dezentraler Pumpen auf eine zentrale Vakuumversorgung.

»Die Amortisationszeit für eine umgerüstete Versorgung ist extrem kurz«, versichert Christoph Angenendt, Kommunikationsmanager Industrievakuum bei Atlas Copco. »Die neuen Maschinen liefern höhere Volumenströme pro Stunde und Kilowatt Leistung als jede andere Vakuumpumpe mit vergleichbarer Kapazität«, sagt Angenendt. »Und sie gehören insgesamt zu den effizientesten Vakuumpumpen auf dem Markt!«

Die mittels Elektronikon-Steuerung intelligent gesteuerten Vakuumpumpen arbeiten sehr sparsam mit variabler Drehzahl (VSD - Variable Speed Drive). Zudem stellt die sogenannte Drucksollwert-Regelung (Set-Point-Control) sicher, dass die Pumpe immer den niedrigstmöglichen Volumenstrom erzeugt, mit dem sich das jeweils benötigte Vakuum aufrechterhalten lässt. So wird keine Energie verschwendet. Die Betriebskosten über den Lebenszyklus sinken dadurch drastisch.

Auch der geringe Wartungsaufwand hält die Lebenszykluskosten niedrig: Es gibt keine Drehschieber, die gewechselt werden müssen, und das eingesetzte Schraubenelement ist über viele Jahre wartungsfrei. Einlassfilter und Ölseparatorelemente sind wechselbar, ohne Rohrleitungen demontieren zu müssen. Die Wartungszyklen sind insgesamt sehr lang, und Betreiber können sich über eine Maschinenvernetzung via Smartlink-Software rechtzeitig über alle notwendigen Wartungen informieren lassen.

Atlas Copco stellt die Vakuumpumpen als anschlussfertige Komplettsysteme in einem Gehäuse bereit. Die GHS VSD+ benötigt in ihrer bisher größten Variante (3800–5400) eine Aufstellfläche von weniger als 2 m x 3 m. Die Modelle sind außerdem wesentlich leiser als vergleichbare Maschinen und passen nach Ansicht des Herstellers gut in Energie- und Umweltmanagementkonzepte gemäß ISO 50001 und 14001. Komponenten zur Wärmerückgewinnung können integriert werden, so dass Anwender einen Großteil der Wärme – die wie auch bei Kompressoren unvermeidlicherweise entsteht – zurückgewinnen können, ohne dass darunter die Leistung der Pumpe leidet. Atlas Copco spricht von etwa 75 % rückholbarer Energie. Die Vakuumpumpen bieten höhere Leistungen als andere ölabgedichtete und Trockenschieber-Vakuumpumpen.

Das elektronische Thermostat-Ventil sorgt für eine akkurate Temperaturkontrolle und dadurch die Vermeidung der Kondensation von Wasser und dessen Eintrag ins Öl. Das Kühlsystem arbeitet mit einem drehzahlgeregelten Ventilator, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Die Vakuumpumpen der Serie GHS 3800–5400 VSD+ sind mit Wasser- oder Luftkühlung erhältlich. Ein neuer patentierter Ölseparator hält den Restölgehalt unterhalb einer Menge von 3 mg pro Kubikmeter. »Damit ist die Abluft deutlich umweltverträglicher als bei anderen auf dem Markt befindlichen öleingespritzten Pumpen dieser Größenordnung«, versichert Angenendt.

Das benötigte Vakuum kann – zur Senkung des Energieverbrauchs - dank speziellem Einlassregelventil in enger Abstimmung mit dem drehzahlgeregelten Antrieb erzeugt werden. Das Schraubenelement ist auf eine hohe Lebensdauer hin konstruiert Die Pumpen sind mit Elektronikon-Steuerung und dem Fernüberwachungssystem Smartlink ausgestattet.. Die Elektronikon-Steuerung kann andere Vakuumpumpen steuern und ist in Prozessleitsysteme integrierbar.