SYS TEC electronic AG: Der Feldbus: Auf dem Weg von der Feld- zur Leitebene

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Zukunft des Feldbusses: Ethernet

Ein Feldbus wird also dort eingesetzt, wo Daten schnell, zuverlässig und sicher übertragen werden müssen. Diese werden dann an Steuerungen weitergegeben, aber auch an übergeordnete Leitsysteme für Auswertungen benötigt. Dies bedeutet, dass Feldgeräte meist auch in relativer Nähe zu regulären Netzwerkinfrastrukturen eingesetzt werden.  

Moderne Maschinen besitzen mittlerweile häufig eine eigene Ethernet-Anbindung. Intern verwenden diese in der Regel weiterhin herkömmliche Feldbusse, diese sind jedoch nach außen hin nicht mehr wahr zu nehmen. 

Die Verwendung von Ethernetschnittstellen erleichtert die Anbindung neuerer Maschinen an die bereits vorhandene Infrastruktur, da diese nicht zwangsweise über zusätzliche Gateways angebunden werden müssen. Dadurch werden sie also insgesamt kosteneffizienter. Hinzu kommt, dass reguläres Ethernet sehr viel schneller ist und eine höhere Datenrate möglich ist.  

Ein weiterer Punkt, warum sich Ethernet so vergleichsweise spät in die Feldebene bewegt, liegt historisch an der Entwicklung der Mikrokontroller. Vor allem da die benötigte Leistungsfähigkeit nicht gegeben war, aber auch aufgrund des höheren Preises, waren Mikrocontroller mit Ethernetschnittstelle nicht attraktiv. In den letzten Jahren hat sich dies immer weiter verändert. Die mittlerweile sehr hohe Rechenleistung auf so kleinem Raum ermöglicht sehr unkomplizierte und auch erschwingliche Ethernetfähigkeit. Es ist mittlerweile auch möglich Ethernetverbindungen direkt bis an den Sensor zu realisieren. 

Trotz aller positiven Entwicklung seitens der Ethernet-Verwendung, werden Gateways auf längere Zeit weiterhin benötigt. Üblicherweise werden Automatisierungsanlagen nur stückweise und nicht komplett modernisiert. Dadurch ergibt sich weiterhin eine bunte Mischung aus verschiedenen Feldbussen und Netzwerken.