Neues Energiespar-Profil für Profinet: Zertifizierung von Profienergy-Geräten hat begonnen

Nach dem Abschluss der Spezifikationsarbeiten für das Energiespar-Profil Profienergy hat die Profibus-Nutzerorganisation (PNO) jetzt auch die entsprechende Testspezifikation und Testsystem-Funktionalität für die Zertifizierung fertig gestellt.

Das Logo des Profienergy-Profils Bildquelle: © PNO

Das Logo des Profienergy-Profils

Die Zertifizierungstests der Energie-Management-Funktionen erfolgen in den für Profinet akkreditierten Testlaboren. Auf der Messe SPS/IPC/Drives vergab die PNO die ersten Profienergy-Zertifikate an zwei Geräte von Siemens.

Das Profienergy-Profil dient der PNO zufolge als Basis für ein abgestimmtes und standardisiertes Vorgehen beim Energie-Management Profinet-gestützter Anlagen. Um die Interoperabilität bei der Ausführung der Energie-Management-Funktionen von Anfang an gewährleisten zu können, hat die PNO gleich nach der Erstellung der Spezifikation mit den nötigen Vorarbeiten für die Zertifizierungen begonnen. Die entsprechende Testspezifikation, die Testfälle und die Implementierung des Testsystems sind fertig gestellt. Wie bei Profinet ist auch bei Profienergy die Zertifizierung der Geräte in einem akkreditierten Prüflabor verbindlich vorgeschrieben.

Mit Profienergy lassen sich die Anlagen nicht nur in produktionsfreien Zeiten abschalten, etwa am Wochenende oder in den Werksferien. Vielmehr ist es auch möglich, einzelne Anlagenteile oder ganze Anlagen in kurzen oder in ungeplanten Pausen abzuschalten. Zudem sind die Erfassung und Übertragung sowie das Format von Energiemesswerten festgelegt.