Wonderware Prometheus

Schneider Electric: Verbesserte Industrie-Automatisierung

10. November 2016, 16:58 Uhr   |  Hagen Lang

Schneider Electric: Verbesserte Industrie-Automatisierung
© Schneider Electric

Als »Durchbruch« bezeichnet Schneider Electric sein komplexe Konfigurationsaufgaben automatisierendes Konfigurationswerkzeug zur Definition, Programmierung und Dokumentation sämtlicher Komponenten industrieller Automatisierungssysteme – vom Produktionsleitsystem (MES) bis zur I/O-Ebene.

Prometheus bietet eine offene Hochsprachen-Programmierumgebung, mit der sämtliche leittechnischen Komponenten, unabhängig von Typ oder Herstellermarke, konfiguriert werden können. Durch Wegfall der komplexen und arbeitsintensiven Aktualisierung jeder einzelnen Anwendung ist Prometheus bei allen Automatisierungs- und Steuerungssystemen einsetzbar. Damit wird erreicht, dass in den Anlagen stets effiziente Prozesse nach Stand der Technik laufen. Prometheus ist bei der Konfiguration der einzelnen Komponenten mächtiger als aktuelle Steuerungs- und SCADA/HMI-Software, so Schneider Electric.

»Prometheus ist ein wichtiger Durchbruch«, sagt Scott Clark, Director of Control Configuration bei Schneider Electric über das ab Januar 2017 erhältliche System. »Ein Werkzeug, mit dem sich ohne Einschränkungen das gesamte Automatisierungssystem konfigurieren und verwalten lässt. Prometheus ist allumfassend und intelligent. Es strukturiert und vereinfacht den gesamten Entwicklungsprozess, sodass das ganze Leittechnik-Team davon profitiert.«

Prometheus bietet Vorlagen (sogenannte Templates), die durch plattformunabhängige Code-Entwicklung, optionale Funktionserweiterungen sowie einfach verknüpfbare Verbindungen flexibel sind. Die Wiederverwendung des Codes ist somit gewährleistet. Damit diese Standards sich bei geänderten Anforderungen weiterentwickeln können, ist eine integrierte Versionsverwaltung mit an Bord.

»Obwohl der Steuercode unabhängig von der Ziel-Plattform entwickelt wird, gibt es bei der Funktionalität keinerlei Einschränkungen«, so Scott Clark weiter. »Einmal fertiggestellt, wird der Code anschließend von der Hersteller-Software kompiliert, die sowohl die Validierung als auch den Download in die Hardware übernimmt. Der in Prometheus entwickelte Code kann daher alle speziellen Leistungsmerkmale der jeweiligen Plattform nutzen.«

Ein Multiuser-Framework sorgt dafür, dass alle am Engineering Beteiligten immer auf dem aktuellen Projektstand sind, wodurch Probleme frühzeitig identifizierbar sind. Da jede Steuerungseinheit als modulare Komponente aufgebaut wird, sind die Arbeitsabläufe in Prometheus flexibel. Die Arbeiten können wahlweise auf der obersten Ebene mit der Definition der Prozesse oder am unteren Ende mit der Konfiguration der Ein-/Ausgangsebene beginnen. In jedem Fall kennzeichnet Prometheus unvollständige Arbeitsschritte, sodass nichts vergessen wird. Die eingebaute Grob-Simulation beschleunigt Tests und Validierungen.

Für die Betriebsmannschaften bietet Prometheus durch eine Live-Anzeige der Logikabarbeitung transparente Abläufe und Prozesskontrolle durch eine Simulationsfunktion zur Überbrückung von Störungen. Kabelbrücken im Schaltschrank oder Zwangswerte in der SPS sind damit Geschichte. Dank der Echtzeit-Prozessüberwachung beim  Implementieren von Änderungen ist es möglich, Verbesserungen  

unterbrechungsfrei in die Steuerung zu laden.

Plattformunabhängige Code-Bibliotheken mit intelligenten Verknüpfungsfunktionen verkürzen Projektierungszeiten und eine verringerte Abhängigkeit vom jeweiligen SPS-Programmierer.

Durch die Herstellerneutralität erhalten OEMs Zugang zu einem erweiterten Kundenkreis und können auch embedded Controls nutzen. Prometheus-Code kann auch auf GCC kompiliert werden, sodass eine Ausführung auf Linux-, OS9-, OSX- oder Windows-Rechnern möglich ist. Weiter Informationen sind online erhältlich.

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