Remote-Steuerung für Regenerativ-Anlagen

Die Stromproduktion exakt ausregeln

Phoenix Contact
© Phoenix Contact

Regenerative Anlagen müssen möglichst exakt gemäß der Leistungsprognosen Strom produzieren. Die Oekostrom AG setzt daher auf ein proaktives Drosseln oder Zu-/Abschalten der Anlagen mit Komponenten und Systemen von Phoenix Contact, um eine positive Bilanz am Ausgleichsenergiemarkt zu erzielen.

Als Österreichs größter unabhängiger Stromversorger will die in Wien ansässige Oekostrom AG eine nachhaltige Energiewirtschaft aufbauen und möglichst viele Abnehmer mit „grünem“ Strom beliefern. Etwa 56.000 Kunden nutzen das Angebot bereits. »Unser Strom stammt aus einem klar definierten Kraft­werks­park, der sich aus Biomasseanlagen, Windparks sowie Kleinwasser- und Sonnenstromanlagen zusammensetzt«, erklärt Maximilian Kloess, Geschäftsführer der Oekostrom Handels GmbH. »Die Herkunft jeder Kilowattstunde Strom lässt sich somit zweifelsfrei bestimmen.« Als reiner Ökostromanbieter arbeitet das Unternehmen daran, die österreichischen Verbraucher unabhängig von fossilen und nuklearen Energieträgern zu machen – und das in allen vier Geschäftsbereichen: Stromproduktion, -handel und -vertrieb sowie Energiedienstleistungen.

Auch beim Strom bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Je nach Handelszeitpunkt können für eine eingespeiste Megawattstunde bis zu 1000 Euro erzielt oder schlimmstenfalls berechnet werden, wenn die vorhergesagten Leistungen oder der Verbrauch einer Bilanzgruppe nicht mit den real erwirtschafteten Zahlen übereinstimmen. Jede Abweichung von den Vorhersagen – egal ob Überschuss oder Mindermenge – belastet die Gewinn- und Verlustrechnung des Stromanbieters am Ende des Monats. »Das kann speziell in Oberösterreich zum Problem werden, weil dort zahlreiche Windenergieanlagen installiert sind«, berichtet Kloess. »Eine falsche Wetterprognose für eine bestimmte Region führte früher zu einem Fehler in unserem Bilanzgruppen-Management.« Heute hat sich die Situation geändert.

Anbieter zum Thema

zu Matchmaker+
Phoenix Contact
Hans-Peter Pircher, Mitarbeiter im Industrie Management Erneuerbare Energien bei der Phoenix Contact Deutschland GmbH in Blomberg
© Phoenix Contact

Einerseits ermöglicht die Teilnahme am Intraday-Handel ein kurzfristiges, viertelstundengenaues Agieren bis zu 30 Minuten vor Lieferbeginn. Andererseits kann die Oekostrom AG die angeschlossenen Anlagen durch eine ausgeklügelte Schaltgeräte-Kombination bedarfsgerecht fernsteuern.

Im ersten Schritt hatte der Ökostroman-bieter lediglich ein anpassungsfähiges Energie-Monitoring-System bei Phoenix Contact angefragt. Aus diesem Projekt ist letztendlich eine Remote-Monitoring-Box entstanden, die als komplette Lösung erhältlich ist. »Die Anlagen, die für uns sauberen Strom produzieren, sind teilweise in die Jahre gekommen«, erläutert Kloess. »Zudem arbeiten sie mit unterschiedlichen Steuerungen und beruhen deshalb auf unterschiedlichen Standards. Dennoch benötigen wir eine Lösung, die für alle regenerativen Erzeuger passt. Gemeinsam mit Phoenix Contact haben wir das Projekt umgesetzt, wobei die Mitarbeiter beider Unternehmen immer wieder Optimierungen eingebracht haben.« So wurde z.B. ein Überspannungsschutz vom Typ 3 erst nach der Prototypen-Fertigung in die Box integriert.


  1. Die Stromproduktion exakt ausregeln
  2. Zuverlässige Funkkommunikation mit zwei SIM-Karten
  3. Flexible Unterstützung vielfältiger Kommunikationsprotokolle

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Phoenix Contact GmbH & Co KG