Erstes OVH Rechenzentrum in Deutschland

OVH-Datacenter kommt ohne Klimaanlage aus

Standort Deutschland
© OVH GmbH

Das erste deutsche Rechenzentrum des europäischen Marktführers im Hosting-Bereich, der OVH aus Frankreich, steht in Limburg und kommt trotz einer Kapazität von bis zu 45.000 Servern ganz ohne Klimaanlage aus.

Die 4.000 m2 großen Anlage ist nach Anschluss an das OVH-eigene Glasfasernetz, der Installation der Unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV), erfolgreichen Ping-Tests und der erfolgreichen Überprüfung der redundanten Netzanbindung in Betrieb gegangen. Es stehen bis zu 4 Megawatt für das Datacenter zur Verfügung, das in unmittelbarer Nähe eines Umspannerkes liegt. Dabei kommt in Limburg das selbst von OVH entwickelte Kühlkonzept zum Einsatz. Dadurch kann auf Klimaanlagen komplett verzichtet werden.

Nach dem Rezept »30 Prozent Luftkühlung + 70 Prozent Wasserkühlung = 0 Prozent Klimatisierung« baut OVH alle Datacenter in Europa und Amerika. Das unternehmenseigene Rechenzentrum RBX4 in Roubaix erreicht einen PUE-Wert zwischen 1,16 und 1,09, was ungefähr eine fünfzigprozentigen Einsparung gegenüber normal klimatisierten Rechenzentren entspricht. In Limburg wird ebenfalls ein PUE-Wert zwischen 1 und 1,2 erwartet. Für das Jahr 2017 plant OVH weltweit die Eröffnung von insgesamt sieben neuen Rechenzentren.

OVH, der global drittgrößte Hoster und mit 270.000 Servern Marktführer in Europa, betreibt 21 Rechenzentren weltweit, nutzt ein eigenes Glasfasernetz mit einer Gesamtbandbreite von 11 TB/s und 30 Präsenzpunkten auf vier Kontinenten und stellt selbst Server her. Die Eröffnung neuer Datacenter ist Teil der Strategie des Fünf-Jahres-Planes von OVH, die Investitionen von insgesamt 1,5 Milliarden Euro vorsieht.


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