Schneider Electric-Studie

Unternehmen betreten digitale Energiewelt nur vorsichtig

Jean-Pascal Tricoire
© Schneider Electric

Schneider Electric befragte 236 Firmen mit mindestens 100 Millionen Dollar Umsatz, wie sie sich auf die kommende dezentrale und digitale Energiewirtschaft vorbereiten. Zwar plant die Mehrheit integrierte Energiekonzepte, aber das nötige Datenmanagement steckt noch in den Kinderschuhen.

Die meisten Unternehmen verfolgen nach wie vor eher konventionelle Ansätze im Hinblick auf Energiemanagement, wobei die fehlende Abstimmung zwischen Einkaufs-, Betriebs- und Nachhaltigkeitsabteilungen und eine ineffiziente Datenerfassung und –weitergabe den Stillstand prolongieren.

81 Prozent der Befragten haben Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz durchgeführt oder planen dies innerhalb der nächsten zwei Jahre; 75 Prozent arbeiten an der Reduzierung von Wasserverbrauch und Abfall. 51 Prozent haben bereits Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien abgeschlossen oder geplant.

Nur 30 Prozent haben Energiespeicher, Mikronetze oder Kraft-Wärme-Kopplung - oder einen Mix aus diesen Technologien - implementiert oder planen dies aktiv. Nur 23 Prozent der Befragten verfügen über Demand-Response-Strategien oder planen sie in naher Zukunft.

Mehr als 50 Prozent der befragten Unternehmen initiierten Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien oder planen dies innerhalb der nächsten zwei Jahre, allen voran das Gesundheitswesen (64 Prozent) und die Konsumgüterindustrie (58 Prozent). Hier sind Leitungsebene und Konzernfunktionen stark an diesen und anderen nachhaltigkeitsorientierten Programmen beteiligt.

74 Prozent sagten, dass Führungskräfte Initiativen in Bereichen wie erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit prüfen oder genehmigen und dass diese Arbeit eine strategische Priorität darstellt.

Während die Kapitalrendite offensichtlich als Maßstab für Energie- und Nachhaltigkeitsinitiativen gilt, verstehen Unternehmen Investitionen zunehmend als längerfristig. So gab mehr als die Hälfte der Befragten an, dass die Umweltauswirkungen in den Bewertungsprozess einbezogen werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Unternehmensrisiko (39 Prozent).

»Die Art und Weise des Verbrauchs und der Produktion von Energie befindet sich in einer massiven Umbruchphase«, so Jean-Pascal Tricoire, Chairman und CEO bei Schneider Electric. »Der nahezu universelle Fokus auf Energieeinsparung ist positiv zu bewerten. Um zu bestehen und zu wachsen, ist es jedoch nicht damit getan, beim Verbrauch versiert zu sein.

Die Unternehmen müssen sich auf ihre Rolle als aktiver Teilnehmer am Energiemarkt vorbereiten, indem sie die Voraussetzungen schaffen, um Energie zu erzeugen und mit dem Stromnetz, den Versorgungsunternehmen, Partnern und anderen neuen Marktteilnehmern zu interagieren. Diejenigen, die jetzt nicht handeln, werden den Anschluss verlieren.«

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