inIT der Hochschule OWL in Lemgo: Intelligente Assistenzsysteme für mobile Industrieanwendungen

Im Rahmen des Projekts MARI entwickeln und evaluieren Forscher am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL den Prototypen eines modularen und intelligenten Assistenzsystems auf Augmented-Reality-Basis für mobile Anwendungen in kleinen und mittelgroßen Unternehmen.

Startschuss Mari-Projek Bildquelle: © CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT)

Auftakt-Projekttreffen: Vertreter der beteiligten Forschungsinstitute und Unternehmen trafen sich in der SmartFactoryOWL, um die nächsten gemeinsamen Schritte festzulegen.

Assistenzsysteme zur Unterstützung der Fertigung, Montage und Qualitätssicherung sind in kleinen und mittelgroßen Unternehmen noch kaum verbreitet. Um künftig Mitarbeiter in der Produktion durch moderne Techniken zu unterstützen, »bedarf es vor allem neuer mobiler Lösungen, die sich überall in den Unternehmen einsetzen lassen und nicht an stationäre Arbeitsplätze gebunden sind«, erläutert Prof. Carsten Röcker, Projektleiter und Vorstand am inIT, den Forschungsansatz. Hier setzt das Forschungsvorhaben MARI an, das die Lemgoer Wissenschaftler gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung umsetzen.

Augmented Reality, die erweiterte Realität, biete laut Röcker Beschäftigten eine Möglichkeit, »um bei der technischen Entwicklung und den wachsenden Anforderungen in der digitalen Fabrik Schritt halten zu können«. Die reale Welt wird dabei mit digitalen Objekten überlagert – etwa mit Hilfe von Projektionen oder AR-Brillen. Nachdem sich die Lemgoer Forscher bereits intensiv mit Assistenzsystemen an stationären Handarbeitsplätzen beschäftigt haben, wollen sie jetzt neue mobile Interaktionstechniken realisieren.

Zum Ziel des Forschungsvorhabens sagt Röcker: »Das zu entwickelnde System wird mobil sein und ist dadurch für viele Anwendungsszenarien geeignet. Indem es neue Tätigkeiten bereits während der einmaligen Durchführung erlernt und ein breites Spektrum industrieller Tätigkeiten abdeckt, können die Beschäftigten auch mittels Künstlicher Intelligenz unterstützt werden.« Der modulare Aufbau ermöglicht eine einfache und schnelle Anpassung des Systems an verschiedene Tätigkeiten in der Fertigung, Montage oder Qualitätssicherung. Das System kann durch die integrierte Sensorik Arbeitstätigkeiten multimodal erkennen, analysieren und daraus Modelle für die zukünftige Assistenz manueller Tätigkeiten bilden.