LoRa-Allianz: Explosives Wachstum

Mehr als 100 Netzwerkbetreiber haben 2018 öffentliche und private LoRa-Netze installiert. Die Zahl der vernetzten Endgeräte hat sich verdreifacht.

Aktuell sind über 100 LoRa-Netze in mehr als 100 Ländern in Betrieb. Bildquelle: © LoRa Alliance

Aktuell sind über 100 LoRa-Netze in mehr als 100 Ländern in Betrieb.

»Das zeigt, wie stark sich die Akzeptanz für LoRa beschleunigt hat«, sagt Donna Moore, CEO der LoRa-Allianz. Im asiatisch-pazifischen Raum sind die LoRaWAN-Netze im vergangenen Jahr um 30 Prozent gewachsen, in Europa sogar 50 Prozent.

Das sei vor allem auf die hohe Flexibilität der LoRa-Netze zurückzuführen: Es lassen sich sowohl öffentliche wie private Netze realisieren – was die LoRa-Allianz als eines der Hauptdifferenzierungsmerkmale gegenüber weiteren LPWAN-Techniken ansieht. Zudem ließe sich die Firmware in LoRaWAN-Netzen über Over-the-Air-Updates ständig auf den neusten Stand bringen. Ein robustes Zertifizierungsverfahren führe zu verlässlicher Interoperabilität.

In Deutschland betreibt die Minol ZENNER Connect eines der größten Indoor-Netz, das das LoRaWAN-Protokoll für das Submetering nutzt, etwa für Wärmeabrechnungen und Rauchdetektoren.

Das Unternehmen wurde erst kürzlich gegründet, mit dem Ziel, unterschiedliche Branchen bei der Digitalisierung mit Beratung, Planung und Betrieb von IoT-Netzen zu unterstützen. Insbesondere setzt Minol ZENNER Connect darauf, LoRaWAN-Netz aufzubauen – von der Planung und Inbetriebnahme bis zum Netzbetrieb, einschließlich aller Verpflichtungen gegenüber der Bundesnetzagentur.
 
»Im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarländern gibt es in Deutschland bis jetzt keinen LoRaWAN-Provider, der landesweit aktiv ist und ein flächendeckendes Netz vorweisen kann. Je weiter die digitale Transformation voranschreitet, desto stärker wächst auch die Nachfrage nach einem solchen Netzbetreiber«, sagt Marcus Kirchdörfer, der die Minol ZENNER Connect gemeinsam mit Dr. Hartmut Ritter leitet. Das neue Unternehmen plant Kooperationen mit Kunden und anderen Netzbetreibern, um die einzelnen LoRaWAN-Infrastrukturen zu verknüpfen. Roaming-Partnerschaften sollen den Beteiligten ermöglichen, das Netz der jeweils anderen für die eigenen Kunden mit zu nutzen.