Die digitale Transformation im Blick: Innovationen für die Fabrik der Zukunft

Innovationen in Zeiten der Digitalisierung erfordern neues Denken, neue Strukturen und neue Wege. Um die Voraussetzungen für die Fabrik der Zukunft zu schaffen, hat Lapp, Anbieter von Kabel- und Verbindungstechnik, jetzt den Prozess »Innovation for Future« für sein Innovations-Management entwickelt.

U. I. Lapp Bildquelle: © Bild: U. I. Lapp

Verbessert die Leistung von Maschinen und Anlagen und spart Kosten: Predictive Maintenance.

In der produzierenden Industrie ist Industrie 4.0, die vierte industrielle Revolution, inzwischen vielerorts im Begriff, Realität zu werden. Zu den Geschäftsmodellen, die eng mit Industrie 4.0 und Digitalisierung verbunden sind, gehört Predictive Maintenance, die vorausschauende Wartung. Schließlich steckt darin ein großes Wertschöpfungspotenzial: Bis zu 50 Prozent weniger Ausfallzeiten und um 20 bis 40 Prozent reduzierte Wartungskosten für Maschinen und Produktionsanlagen sind laut McKinsey mit Predictive Maintenance durchaus realistisch.

Das Prinzip ist einfach: Durch das kontinuierliche Sammeln und Auswerten von Messdaten lassen sich Komponenten zum optimalen Zeitpunkt austauschen, Wartungsintervalle am tatsächlichen Bedarf ausrichten und viele Defekte schon im Vorfeld vermeiden. Das verringert Ausfallzeiten und Kosten.

Als Anbieter integrierter Lösungen der Kabel- und Verbindungstechnik arbeitet auch Lapp an Lösungen für die vorausschauende Wartung. Schließlich können auch die robustesten und langlebigsten Leitungen mal ausfallen. Hinzu kommt: Noch immer werden bei routinemäßigen Wartungsarbeiten Kabel ausgetauscht, die eigentlich noch eine ganze Weile funktionstüchtig wären.

Die dabei entstehenden Kosten lassen sich vermeiden oder zumindest deutlich reduzieren, wie Lapp auf der Hannover-Messe 2019 im „FutureLab“ gezeigt hat. Das Stuttgarter Unternehmen präsentierte dort ein System, das die Übertragungseigenschaften von Datenleitungen überwacht und aus den Veränderungen deren Alterung und die voraussichtliche Restlebensdauer errechnet. Zusätzliche Messadern müssen nicht ins Kabel eingebracht werden.

Die Entwickler hatten die für eine solche Prognose relevanten Parameter zuvor in einer umfangreichen Versuchsreihe definiert. Die Ergebnisse des Leitungs-Monitorings werden mit den Erkenntnissen über die Alterungseigenschaften von Leitungen abgeglichen, die Lapp über Jahrzehnte hinweg in zigtausenden Tests erforscht und in einer Datenbank gespeichert hat.

»Lange Zeit haben sich die Spezialisten von Lapp beim Entwickeln dieser technisch anspruchsvollen Lösung ausschließlich auf die technische Umsetzung konzentriert«, erläutert Guido Ege, Leiter Produktmanagement und Entwicklung bei Lapp. »Niemand hat sich gefragt, welche Kunden das brauchen und wie viel sie dafür zu bezahlen bereit sind. Doch die Besucher des Lapp-Standes auf der Hannover-Messe 2019 zeigten großes Interesse, sodass wir jetzt mit Pilotkunden ein passendes Geschäftsmodell dazu entwickeln.«