Mission-Control

Echtzeit-Erkenntnisse für die datengetriebene Fabrik

16. April 2019, 13:30 Uhr   |  Von Jodok Batlogg, Chief Technology Officer und Executive Director von Crate.io


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Daten entstehen überall

Daten entstehen im diskreten Fertigungsprozess überall und zu jeder Zeit. Abhängig von der Art der Produktion und dem Endprodukt stammen sie aus den Lagern für Rohstoffe und Zwischenerzeugnisse, werden von Maschinen und Fertigungsautomaten erzeugt oder von Sensoren, die Gewichte, Ab-messungen, Geschwindigkeiten oder andere physikalische Größen messen. Fließbänder melden kontinuierlich ihre Laufgeschwindigkeit, Qualitätssicherungssysteme die Ausschusskennzahlen oder Mitarbeiter kurzfristige Abwesenheiten. Jeweils für sich genommen geben diese Daten einen Einblick in ein Mikrosegment der Produktion und erfordern gegebenenfalls den manuellen Eingriff eines Mitarbeiters, wenn ein automatischer Alarm generiert wird.

Crate.Io
© Crate.Io

Mit smarter Produktion hat diese Art der Fertigung noch nicht viel gemein. Dazu ist es vielmehr erforderlich, alle verfügbaren Daten in ihren unterschiedlichen Formaten zu erfassen, geeignet zu analysieren, zu korrelieren und entsprechende Schlüsse aus den sich verändernden Zeitreihendaten zu ziehen.

Mit der Crate IoT Data Platform for Discrete Manufacturing steht eine durchgängige Lösung bereit, die von der Sammlung und Anreicherung von Produktionsdaten in Echtzeit über deren Monitoring, Analyse und der Vorhersage bis hin zur Auslösung geeigneter Aktionen reicht. Architektonisch gesehen besteht die Lösung aus drei Komponenten: der physikalischen Infrastruktur, der Maschinendatenplattform sowie der IoT-Plattform.

Drei Komponenten

Im Hinblick auf die physikalische Infrastruktur lässt sich die Crate-Plattform zum Beispiel als Fully-Managed-IIoT-Platform-as-a-Service auf Microsoft Azure nutzen. Dabei wird sie von Crate.io eingerichtet und rund um die Uhr gesichert und betrieben. Auf diese Weise ist es möglich, Maschinendaten effizient zu nutzen, ohne eigene Cloud-native Daten-Stacks mit Containern, Identity-Management, Backup & Restore, Logging etc. aufsetzen zu müssen. Diese Aufgaben übernimmt die Machine-Data-Platform. Sie ermöglicht das Laden und Anreichern von Maschinendatenströmen, deren Echtzeit-Analyse, noch während sie in die Plattform fließen, sowie die Installation kundenspezifischen Codes für die individuellen Anforderungen der Analyse, der Visualisierung oder der funktionalen Integration.

Kern der Machine-Data-Platform bildet die CrateDB, eine verteilte SQL-Datenbank, die speziell für die Anforderungen an IoT in der Fertigung optimiert ist. Die CrateDB verknüpft die Vertrautheit und den Komfort von SQL mit der Skalierbarkeit und Flexibilität von NoSQL und ermöglicht die Speicherung und Verarbeitung jedweder strukturierten und unstrukturierten Datentypen, das Handling größter Datenmengen in Echtzeit sowie eine unlimitierte Skalierung, um den Entwicklungsprozess im Unternehmen zu begleiten. Die CrateDB ermöglicht die Verarbeitung schneller Zeitreihen ebenso wie Volltextsuche, geospatiale Abfragen oder die Nutzung von KI-Algorithmen.

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1. Echtzeit-Erkenntnisse für die datengetriebene Fabrik
2. Daten entstehen überall
3. Ineinandergreifen von Modulen und Layern

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