Neuer Embedded-Standard

OSM ratifiziert

10. Dezember 2020, 10:48 Uhr   |  Manne Kreuzer

OSM  ratifiziert
© SGET

SGET hat jetzt die Version 1.0 des neuen OSM Computer-on-Module-Standards verabschiedet.

OSM steht für Open Standard Module und definiert einen der ersten Standards für direkt auflötbare und skalierbare Computermodule. Er markiert auch einen neuen Meilenstein in der Miniaturisierung modularer COM/Träger-Designs und ersetzt Module in Kreditkartengröße durch Module in Briefmarkengröße.

Die neue SGET-Spezifikation zielt darauf ab, die Grundfläche und den Schnittstellensatz von Anwendungsprozessoren mit niedrigem und ultraniedrigem Stromverbrauch, die auf MCU32-, ARM- und x86-Architekturen basieren, über verschiedene Sockel, Hersteller und Architekturen hinweg zu standardisieren. Zu den Zielanwendungen des neuen Modulstandards gehören IoT-verbundene Embedded-, IoT- und Edge-Systeme, die unter Open-Source-Betriebssystemen laufen und in rauen Industrieumgebungen eingesetzt werden.

»OSM-Module bieten ODMs und OEMs einen miniaturisierten Formfaktor mit attraktiven Preisen und hoher Skalierbarkeit. Da die Module anwendungsbereit sind und mit allen notwendigen Software-Treibern und BSPs geliefert werden und da die Spezifikation sowohl hardware- als auch softwareseitig quelloffen ist, erwarten wir, dass sie für die weltweit aktive Embedded- und IoT-Systementwicklungsgemeinschaft von hohem Interesse sein werden«, erklärt Martin Unverdorben, Vorsitzender des SGET STD.05 Standard-Entwicklungsteams, das im Oktober 2019 seine Arbeit aufgenommen hat.

Wie alle Computer-on-Module-Standards vereinfachen und beschleunigen OSM-Module das Design-In von Prozessoren. Gleichzeitig werden Anwendungen prozessorunabhängig, was sie skalierbar und zukunftssicher macht. Darüber hinaus schützen sie NRE-Investitionen und verlängern die Langzeitverfügbarkeit, was letztlich die Investitionsrentabilität und Nachhaltigkeit eingebetteter Systeme erhöht. Neben diesen Vorteilen - die OSM-Module mit allen früheren Computer-on-Module-Spezifikationen gemeinsam haben - bietet die OSM-Spezifikation dank des BGA-Designs und der automatisierten Oberflächenmontagetechnik (SMT) ein zusätzliches Maß an Robustheit, wodurch die Produktionskosten in der Serienfertigung weiter gesenkt werden können.

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