Jahresabschluss 2016/2017: 3,1 Milliarden Euro Umsatz für Trumpf

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Hintergründe des Erfolgs: Weltkonjunktur, Expansion und neue Organisationsstrukturen

Als Gründe für das Umsatzplus der Gruppe nennt das Unternehmen eine insgesamt starke Weltkonjunktur.

Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung von Trumpf. Bildquelle: © Trumpf

Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung von Trumpf.

»Wir konnten unsere Planung in vielen Märkten übertreffen,…

...wozu alle unsere Produkte gleichermaßen beigetragen haben«, erklärt Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller. »Aber uns ist bewusst, dass das Investitionsklima derzeit auch exogenen Effekten wie dem Eurokurs und den Rohstoffpreisen zuzuschreiben ist.«

Trumpf habe das abgelaufene Geschäftsjahr genutzt, um Investitionen wie die Entwicklung der digitalen Geschäftsplattform AXOOM sowie die bauliche Erweiterung von Standorten im In- und Ausland voranzutreiben. 

Als Beispiele nennt das Unternehmen…

...neben der Fertigstellung von Produktions- und Vertriebsgebäuden in Warschau und Neukirch/Sachsen auch das Logistikzentrum am Stammsitz in Ditzingen mit einer Bausumme von 35 Millionen Euro, das am 19. Oktober 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt wird, sowie die Errichtung einer Industrie 4.0-Demonstrationsfabrik in Chicago. Der 13 Millionen Euro teure Bau wird am 12. September 2017 in Beisein der Gruppengeschäftsführung eröffnet.

»Gerade in Zeiten politischer Divergenzen…

...zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten ist uns das Signal an die amerikanischen Kunden wichtig, dass wir die USA als einen der bedeutendsten Märkte für die digitale Produktion ansehen«, sagte Leibinger-Kammüller.

Die Trumpf-Gruppe habe zudem eine neue Organisationsstruktur…

...mit veränderten personellen Schwerpunkten geschaffen, um Zukunftstechnologien wie EUV und Additive Manufacturing sowie die digitale Transformation voranzutreiben. Das Unternehmen hatte bereits im April mitgeteilt, die Gruppengeschäftsführung zum 1.7.2017 zu erweitern und die Aufgaben neu zu verteilen.

Mit Blick auf die politischen Entwicklungen…

...und deren Einfluss auf die Märkte verwies Leibinger-Kammüller darauf, dass es bislang kaum Auswirkungen auf das Geschäft in Europa und Übersee gäbe. »Die politische Situation stellt sich vielerorts anders als die ökonomische dar. Kunden und Lieferanten haben offenkundig gelernt, sich auf die gewachsene Volatilität durch ein hohes Maß an Flexibilität einzustellen.«