Tag for Trace: Bauteile im Bahnwesen identifizieren

Im Projekt »Tag for Trace« arbeitet die Deutsche Bahn mit Partnern an Möglichkeiten zu einer eindeutigen Identifikation und dem Tracking von Bauteilen im Bahnwesen. Hierfür entwickelt und liefert smart-Tec RFID-Transponder für die Deutsche Bahn.

smart-tec Bildquelle: © smart-tec

Die Erfahrung smart-Tecs in der Bauteilekennzeichnung floss in die Arbeit der Standardisierungsgruppe „ID-in-Rail“ ein; im Bild das RFID-Metalltypenschild von smart-Tec für die Deutsche Bahn.

GS1 ist eine privatwirtschaftliche, weltweit agierende Organisation, die sich für die Vergabe der Global Trade-Item-Number (GTIN) sowie weiterer eindeutiger Identifizierungsmaßnahmen einsetzt, um Produkte, Güter, Dokumente, Anlagen und Behälter eindeutig kennzeichnen zu können.

Seit 2013 arbeitet die Deutsche Bahn mit GS1 an Möglichkeiten zur Identifikation und dem Tracking von Bauteilen im Bahnwesen. Neben der DB haben sich die ÖBB, die Schweizerische SBB, SNCF, Siemens, Alstom, Knorr-Bremse und weitere große Unternehmen an dem Projekt beteiligt, um eine einheitliche Plattform für die Identifikation und Rückverfolgung von Objekten im Bahnbereich zu realisieren.

Die Vorteile einer Auto-ID-fähigen Bauteilserialisierung und Rückverfolgbarkeit von Schienenfahrzeugteilen auf Grundlage des GS1-Standards sind u.a. die Möglichkeit zur Auto-ID-fähigen Kennzeichnung von Bauteilen durch Barcodes und/oder RFID, die Event-Erfassung entlang des Lifecycles, die Verknüpfung, der Austausch und die Auswertung relevanter Daten des jeweiligen Teils, eine weltweit eindeutige Identifikation und eine durch große, mitarbeitende Unternehmen getragene branchenweite Akzeptanz.

Bei einer weitgehenden Adaption des Systems ließen sich insgesamt ein verbessertes Fehler- und Gewährleistungsmanagement, Optimierung der Logistikprozesse und des Managements von Unterlieferanten, die Generierung von Erkenntnissen aus der Produktbewährung für die Entwicklung sowie eine Prozessautomatisierung und Smart-Maintenance-Strategien realisieren.

smart-Tec war viele Monate Mitglied der Standardisierungsgruppe „ID-in-Rail“ und hat somit die Erstellung, Definition, Formulierung und Umsetzung dieses GS1-Standards maßgeblich mitgeprägt. Dabei konnte smart-Tec seine Erfahrung bei der Kennzeichnung von Bauteilen im Bahnumfeld einfließen lassen.

smart-tec Bildquelle: © smart-tec

Das RFID-Metalltypenschild von smart-Tec nach GS1-Standard

Die Verbesserung der automatisierten Erfassung und Prüfung von Bauteilen und Komponenten beim „Rolling Stock“ ist ein wesentlicher Fokus dieses Projektes. Wann wurde das Bauteil bei wem gekauft? Wo wurde das Bauteil wann eingebaut? Welche Betriebsleistung hat das Bauteil und wie oft wurde das Bauteil aufgearbeitet und von wem? Mithilfe der RFID-Technologie von smart-Tec wird die Datenqualität verbessert sowie eine Datenbasis geschaffen, die Auswertungen über den kompletten Lebenszyklus serialisierter Bauteile ermöglicht. Es erhöht sich das Portfolio rückverfolgbarer Bauteile, was die Verfügbarkeit erhöht und neue Möglichkeiten in der Bewertung von Qualität und Wirtschaftlichkeit schafft. Gewährleistungsansprüche und Serienmängel können rechtzeitig erkannt und behoben werden. Durch die analytische Auswertung von Ausfallverhalten kann die Ersatzteilqualität verbessert sowie das Prozessmanagement optimiert werden.

Den GS1-Kennzeichnungsstandard setzt smart-Tec mit Wissen im Bereich RFID-Technologie, insbesondere im Bereich Codierung, und bei bahnspezifischen Bedürfnissen um.

Das RFID-Metalltypenschild von smart-Tec (smart-Plate) kombiniert widerstandsfähiges Metall und RFID-Technologie technologisch für den Einsatz unter harten Bahnbedingungen mit rauer Witterung, Schmutz, Bremsstaub, Hitze und Kälte. Durch Montagelöcher kann der RFID-Transponder mit Nieten, Magneten oder speziellen Klebstoffen angebracht werden. Das RFID-Metalltypenschild aus V2A-Edelstahl oder Aluminium kann wie ein klassisches Metalltypenschild graviert, bedruckt oder veredelt werden kann. Der integrierte RFID-Chip bietet die gewohnte Flexibilität im Datenmanagement.