Große IoT-Sensor-Mesh-Netzwerke: »Die Zukunft gehört den batteriebetriebenen Sensornetzwerken«

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten für NeoMesh

Eine Reihe von Applikationen auf der Basis von NeoMesh sind schon auf dem Markt oder in Vorbereitung. Hier einige Beispiele:

Reachi für Nothelfer

Die dänische Firma LinkAiders arbeitet an der Entwicklung eines Wireless-Kommunikationsmoduls für Katastrophengebiete. Zusammen mit dem dänischen Roten Kreuz hat man das Reachi-Device entwickelt, ein batteriebetriebenes, schlag- und wasserfestes Kommunikationsmodul für Nothelfer. Reachi gibt Nothelfern die Möglichkeit, in Katastrophengebieten ohne Strom und Telefon Schadensmeldungen an Hilfsorganisationen zu senden.

Überwachung von Temperatur und Feuchtigkeit in Gebäuden

Die schwedische Firma Perific hat ein System entwickelt – Enegic Meshure –, das Temperatur und Feuchtigkeit in Gebäuden überwacht. Unter anderem überwacht Enegic Meshure eine Reihe von Kirchen in Stockholm, um Inventar wie z.B. empfindliche Kirchenorgeln zu schützen. Kirchen sind eine interessante Herausforderung u.a. aufgrund der Stärke der Mauern. Daher ist Mesh-Technologie eine gute Lösung, um Konnektivität sicherzustellen.

Rettungsmittel

Ein globaler Anbieter von Seenot-Rettungsmitteln mit Sitz in Dänemark verwendet Funksensoren in seinem Schiffsevakuierungssystem. Im Notfall gelangen Passagiere von einem Schiff über Rettungsrutschen in die Rettungsboote. Da eine Rutsche jedoch jeweils nur einer Person Platz bietet, muss sie frei sein, bevor die nächste Person sie benutzt. Jede Rutsche ist daher mit batteriebetriebenen Funksensoren ausgestattet, die der wartenden Person am oberen Ende der Rutsche ein Signal senden. Leuchtet am Einstieg der Rutsche eine rote Lampe, ist die Rutsche blockiert. Sobald eine grüne Lampe leuchtet, darf die wartende Person die Rutsche betreten, um in das Rettungsboot zu gelangen.