Hyperloop Competition: Steckverbinder im Geschwindigkeitsrausch

Der 2019-Pod »Claude Nicollier« des jungen Projektteams der Schweizer ETH Zürich nimmt erneut an Elon Musks Hyperloop Competition in Kalifornien teil. Verwendet werden leistungsfähige Steckverbinder von Stäubli.

Claude Nicollier Bildquelle: © Swissloop

Die Hyperloop Competition von Elon Musk zum Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem in einer Vakuumröhre geht nach einer Vorqualifikation in eine neue Runde. Das technische Konzept des neu formierten jungen Swissloop-Teams der ETH Zürich konnte überzeugen und gewann bei der zweiten Prüfungsrunde Anfang des Jahres den Zuschlag für die Reise zum SpaceX Areal. 

Die technischen Vorgaben für den Wettbewerb: minimales Gewicht und maximale Robustheit für maximale Geschwindigkeit, Selbstantrieb und erfolgreiche Abbremsung der Transportkapsel. Benchmark sind die vom letztjährigen Sieger erreichten 457 km/h. Das Engineering-Team für Batterie und Antrieb muss eine leistungsstarke und für Vakuumbetrieb dichte Lösung entwickeln.

Swissloop pod Bildquelle: © Simone Meierhofer/ ETH Zürick

Der Swissloop pod ist nach Claude Nicollier, dem ersten Schweizer Astronauten benannt.

Sponsoren unterstützen das Swissloop-Team nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch mit Werkzeugmaschinen, Wissen und Material.  Die leichten, kompakten elektrischen Steckverbinder zwischen den Batterien und den auf dem Linearmotor montierten Wechselrichtern kommen von Stäubli. Das frei konfigurierbare, modulare CombiTac-System transportiert verlustfrei elektrische Leistung und Signale zur Überwachung und Steuerung.

Die steckbare Verbindung von Stäubli erlaubt einen schnellen und fehlerfreien Wechsel der Batterien. Auch die MSD-Lösung (manual safety disconnect) wird mit dem CombiTac Steckverbinder von Stäubli realisiert.  Miguel Angel Quero Corrales ist Elektro-Ingenieur und im jungen Team verantwortlich für die Entwicklung und das Batterie-Design erklärt: »Wir benötigten Steckverbinder, welche einen sehr geringen Übergangswiderstand aufweisen und so eine hohe Energieeffizienz ohne Leistungsverluste ermöglichen. Die Robustheit des CombiTac Systems und die Kombinationsmöglichkeiten von Niederspannung zur Signalübertragung des Batteriemanagements sowie Leistungskontakte für den Antrieb, machen den CombiTac für uns zu einer perfekten Lösung.« 

Für die Team-Mitglieder von Swissloop ist das Projekt eine einzigartige Erfahrung. Tamara Hoffmann, Mechanik und Konstruktion: «Wir sind Teil eines realen, ganzheitlichen Prozesses, von der ersten vagen Idee über Print-Pläne und CAD Modelle zu Berechnungen bis zu fertig funktionierenden Komponenten als Teil eines Ganzen in einem Wettbewerb um Höchstleistung und Höchstgeschwindigkeit.» Die jungen Talente arbeiten nun die letzten Wochen auf Hochtouren vor Versand und Reise zur vierten Durchführung der «Hyperloop Pod Competition» in Los Angeles am 21. Juli.