Oszilloskop-Neuheiten von Tektronix: Die größten Displays ihrer Klasse

Tektronix hat sein Angebot an Mid-Range-Oszilloskopen um MDOs und MSOs erweitert. Ein Blick auf die neuen Geräte.

Tektronix Bildquelle: © Markt&Technik

Brian Ice, General Manager Mainstream Scopes von Tektronix, erläuterte im Gespräch mit Anja Zierler die Vorzüge der neuen Oszilloskope.

Für die beiden Midrange-Oszilloskope hat Tektronix auf dasselbe Design der Serien 5 und 6 aus dem High-End-Segment gesetzt. »Die sich ändernden Bedürfnisse innerhalb der Automobilindustrie stellen neue Herausforderungen an Oszilloskope«, erklärte Brian Ice, General Manager Mainstream Scopes von Tektronix. »Im Vorfeld der Entwicklung der neuen Serien haben wir deshalb mit vielen verschiedenen Kunden gesprochen, um ihre Anforderungen zu verstehen und darauf eingehen zu können.«

Ergebnis der Befragungen: Die Ingenieure brauchen nicht nur leistungsfähige, sondern auch flexible Messinstrumente, die vor allem einfach einzusetzen sind. Entsprechend setzen das Mixed-Domain-Oszilloskop (MDO) der Serie 3 und das Mixed-Signal-Oszilloskop (MSO) der Serie 4 auf einen großen Bildschirm, Touchscreen-Bedienung und unterschiedliche Analyse-Möglichkeiten.

Tektronix Bildquelle: © Tektronix

Das MDO der Serie 3 von Tektronix

Das MSO der Serie 4 von Tektronix. Bildquelle: © Tektronix

Das MSO der Serie 4 von Tektronix.

MDO für den schlanken Arbeitsplatz

Das MDO der Serie 3 zeichnet sich zum Beispiel durch ein Display mit einer Bildschirmdiagonale von 11,6“ und einer High-Definition-Auflösung aus. Mit einer Tiefe von weniger als 16 cm nimmt es wenig Platz auf dem Arbeitstisch des Ingenieurs in Anspruch.

Es enthält einen integrieren Spektrumanalysator bis zu 3 GHz mit getrenntem HF-Eingang und ähnliche Spezifikationen wie ein eigenständiger Spektrumanalysator. Dadurch ist ein schnelles Debugging von Funkmodulen in deren Designs oder eine rasche Lokalisierung von Störquellen mit unerwünschten Störaussendungen möglich, ohne dass ein weiteres Instrument notwendig ist. Neben sechzehn digitalen Eingangskanälen für die Mischsignalanalyse sind optional unterschiedliche Debugging- und Triggeroptionen für serielle Protokolle, Leistungsmessung und ein Arbiträr-/Funktionsgenerator verfügbar. Ein DVM/Frequenzzähler ist bei der Produktregistrierung kostenlos erhältlich.

Das MDO deckt Bandbreiten von 100 MHz bis 1 GHz ab. Die Modelle verfügen über eine Abtastrate von 2,5 GSample/s oder 5 GSample/s auf allen Analog- und Digitalkanälen. Die standardmäßige Aufzeichungslänge liegt bei 10 Abtastpunkten.

MSO mit bis zu sechs Flex-Channel-Eingängen

Das MSO der Serie 4 bietet ein 13,3-Zoll-Display mit HD-Auflösung (1920 × 1080), der laut Unternehmensangabe größten und höchsten Auflösung seiner Klasse. Es bietet Bandbreiten bis zu 1,5 GHz und verwendet 12-bit-ADCs. Mit der Flex-Channel-Technologie lässt sich jeder Eingangskanal von einem analogen in acht digitale Kanäle umwandeln, indem einfach eine Logiksonde angeschlossen wird. Die sechs Flex-Channel-Eingänge seien »eine Premiere für diese Produktkategorie«, betonte Ice. »Bei dreiphasigen Leistungsmessungen mit den zusätzlichen zwei Kanälen bieten wir Funktionen, die bisher mit einer Serienkategorie aus dem Preissegment nicht möglich waren.«

Das MSO ist erhältlich mit einer Bandbreite ab 200 MHz sowie mit unterschiedlichen Optionen, wie einer seriellen Dekodierung und Analyse, einem Arbiträr-/Funktionsgenerator und einem DVM/Frequenzzähler. Die neue Spectrum-View-Funktion bietet eine zeitkorrelierte Frequenzbereichsanalyse mit unabhängiger Spektrumseinstellung.

Auch ist ein Leistungsanalyse-Paket verfügbar, um automatische AC-Line-, Switching-Device-, Ripple- und Sequency-Messungen durchzuführen. Alle Modelle bieten eine Abtastrate von 6,25 GSample/s auf allen analogen und digitalen Kanälen. Die standardmäßige Aufzeichnungslänge liegt bei 31,25 Mpoints und lässt sich auf 62,5 Mpoints erweitern.

Das kosten die neuen Oszilloskope

Sowohl das MDO der Serie 3 als auch das MSO der Serie 4 nutzen die TekVPI-Schnittstelle und sind dadurch kompatibel zu allen differenziellen Spannungstastköpfen, aktiven Spannungstastköpfen und Stromtastköpfen von Tektronix sowie den Power-Rail- und optisch isolierten differenziellen Tastköpfen.
Die Oszilloskope arbeiten mit dem von Tektronix entwickelten Tek049-ASIC mit 12-bit-ADU. Bandbreiten und Optionen sind in beiden Fällen vollständig erweiterbar. Der Preis für das MDO der Serie 3 beträgt 3570 Euro, das MSO der Serie 4 ist ab 7190 Euro erhältlich.