AMSYS GmbH & Co.KG: Keramischer Drucksensor zur einfachen Schraubmontage

Beständigkeit ist ein Pluspunkt von keramischen Drucksensoren, jedoch stellt ihre Montage eine Herausforderung dar. Der ME900 der AMSYS GmbH & Co.KG löst das Verspannungsproblem der Keramik durch werkseitige Montage in einem schraubbaren Edelstahlgehäuse.

ME900 Bildquelle: © AMSYS GmbH & Co. KG

Kernstück des ME900 ist eine monolithische keramische Messzelle mit 9 mm-Durchmesser. Der ASIC des ME900 speichert Produktionslos-bezogene Daten, so dass die Rückverfolgbarkeit der Sensoren gewährleistet ist.

Die Sensoren aus Al203 sind chemisch nahezu gegen alle aggressiven Medien reistent, neigen beim Anpressen der nackten Messzellen jedoch zu Offsetfehlern durch Gehäuseverspannungen. Mit der Lösung von AMSYS können mehr Anwender die Eigenschaft der chemischen Robustheit der Keramiksensoren nutzen.

AMSYS bietet mit dem ME900 eine keramische Messzelle mit 9 mm Außendurchmesser an, die in ein Edelstahlgehäuse (AISI 316) mit einem 1/8-Gas (UNI338) Gewinde fest eingebaut ist. Der Drucksensor ist thermisch kompensiert und kalibriert und bietet eine Genauigkeit von bis 1 % bei 25 °C und 1,4 % im Bereich von 0 °C – 85 °C. Die Einsatztemperatur darf dabei zwischen -20 °C und 85 °C liegen. Die Relativdrucksensoren sind autark und benötigen keine zusätzliche Schaltung. 

Die Relativdrucksensoren ME900 sind für die Druckbereiche 10 bar, 20 bar, 50 bar und 100 bar erhältlich. Bei 5V Versorgungsspannung liegt der Stromverbrauch bei unter 6 mA. Über den dreipoligen JST-Steckverbinder wird der Druck als ratiometrisches Signal ausgegeben. Das integrierte ASIC ermöglicht die Kalibration und die Temperaturkompensation während der Herstellung. Es überwacht den Alterungsprozess und ermöglicht die Rückverfolgung der Sensoren durch die gespeicherte Chargennummer.

AMSYS empfiehlt den Einsatz der neuen Keramiksensoren für Anwendungen, bei denen mit (verunreinigtem) Wasser, Gasen oder aggressiven Medien gearbeitet wird, beispielsweise in der (Ab-)Wasser- oder Medizintechnik sowie für Pneumatik- und Hydraulikanwendungen im Bereich von 10 bis 100 bar.