Schüler-Forschungsschiff

Digital experimentieren auf dem Bodensee

25. Mai 2020, 08:31 Uhr   |  dpa

Digital experimentieren auf dem Bodensee
© Felix Kästle/dpa

Gewässerökologe Hannes Imhof (r) erklärt Anne Hartig an der Kamera, wie ein Planktonnetz funktioniert. In Corona-Zeiten zeigen sie, wie sie Schüler aus Baden-Württemberg virtuell in Expeditionen und Untersuchungen mit einbeziehen können.

Hunderte von Schülern können zu Corona-Zeiten digital dabei sein, wenn die Aldebaran ihre Experimente auf dem Bodensee durchführt.

Das Forschungsschiff Aldebaran ist auf dem Bodensee unterwegs, um wissenschaftliche Experimente für Schüler durchzuführen, die diesmal digital dabei sind.

Das ist anders als in den vier Jahren zuvor, wie das Projektteam mitteilte. »Bisher konnten nur bis zu acht Schülerinnen und Schüler gleichzeitig an Bord des Segelschiffs sein, durch die digitalen Möglichkeiten mehrere Hundert Jugendliche erreicht.« Denn die Corona-Krise machte es erforderlich, das Angebot zu digitalisieren, was den Vorteil hat, dass viel mehr Schülerinnen und Schüler sich interaktiv in das Geschehen an Bord einbringen, mit dem Schiffsführer kommunizieren oder den Wissenschaftlern Fragen stellen können.

Das Forschungsschiff Aldebaran ist auf dem Bodensee unterwegs, um beispielsweise Nährstoffe und Sedimente zu analysieren oder die biologische Vielfalt des Gewässers zu untersuchen. sind wegen der Corona-Krise aber nicht mit an Bord. Die Kinder und Jugendliche werden online zugeschaltet, es werde alles über und unter Wasser gefilmt und live gesendet wie das Projektteam mitteilte: »Dabei kommt modernste Kamera- und Drohnentechnik zum Einsatz, die die Expeditionen erstmals in die Klassenzimmer oder zu den Jugendlichen nach Hause überträgt.«

Die Aldebaran fährt noch bis zum 31. Mai auf dem Bodensee. Das Forschungs- und Medienschiff kommt ursprünglich aus Hamburg und ist seit 1992 weltweit im Einsatz, um Einblicke in Forschungen an Flüssen, Küstengewässern und auf hoher See zu geben. Am Bodensee macht die Aldebaran die Touren jeweils von Konstanz aus. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Limnologischen Institut der Uni Konstanz und dem Institut für Seenforschung in Langenargen.

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