Neues aus der Sensorik

20. August 2020,  7 Bilder

Kistler bringt einen uniaxialen Beschleunigungssensor zur Vibrationsüberwachung auf den Markt, der bei dauerhaften Temperaturen von 700 °C zuverlässige Messwerte liefert. Der Sensor 8211A ist nach ATEX und IECEX für den Einsatz im Explosionsschutz ze
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Kistler bringt einen uniaxialen Beschleunigungssensor zur Vibrationsüberwachung auf den Markt, der bei dauerhaften Temperaturen von 700 °C zuverlässige Messwerte liefert.

Der Sensor 8211A ist nach ATEX und IECEX für den Einsatz im Explosionsschutz zertifiziert und hält kurzzeitig sogar Temperaturen von bis zu 1000 °C stand. Seine Hitzebeständigkeit hat der Sensor vor allem dem PiezoStar-Kristall zu verdanken, der das Herzstück des Beschleunigungssensors bildet und speziell auf diesen zugeschnitten ist.

Kistler züchtet diesen Kunstkristall selbst in eigenen Laboren heran. Qualitätsschwankungen und Lieferengpässe, wie etwa bei dem Edelstein Turmalin, der ebenfalls in solchen Sensoren zum Einsatz kommt, sind beim künstlichen Kristall nicht zu befürchten.

Auch das mit Magnesiumoxid isolierte Hardline-Kabel des Sensors weist dieselbe Hochtemperaturfähigkeit auf, sodass auch dieses ohne Probleme zeitgleich mit dem Sensor Temperaturen von bis zu 1000 °C ausgesetzt werden kann.

Die Funktionsweise des 8211A beruht vordergründig auf dem piezoelektrischen Effekt: Wird Kraft auf den Kristall ausgeübt, erzeugt dieser eine elektrische Ladung, die proportional zur Beschleunigung ist. Diese Ladung kann der Beschleunigungssensor entlang einer Achse in beide Richtungen messen.

Durch das grundisolierte Design des Sensors wird die positive und negative Ladung konstant ausgewertet, und in Kombination mit einem differentiellen Ladungsverstärker kann eine komplette und stabile differentielle Messkette gebildet werden. Diese liefert zuverlässige Messwerte, die nicht durch Störfaktoren in der Umgebung, wie etwa elektromagnetische Störungen, verfälscht werden.