Heavy-Duty-Sensoren im rauen Umfeld

Optosensoren – echte Überlebenskünstler

13. Oktober 2017, 10:25 Uhr   |  Nicole Wörner


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Medienbeständigkeit: Keine Chance für Korrosion

Ein weiterer Aspekt im Zusammenhang mit der Heavy-Duty-Eignung von Sensoren ist die Auswahl von Gehäusematerialien, die zersetzenden und zerstörenden Flüssigkeiten oder Gasgemischen über eine lange Einsatzdauer hinweg standhalten. So besteht das Gehäuse beispielsweise der „W4 Inox“ aus dem kohlenstoffarmen Edelstahl 1.4404 / AISI 316L. Er weist eine hohe Beständigkeit auf gegen chlorhaltige Medien wie etwa Desinfektionsmittel oder Schaumreiniger, die herkömmliche Materialien in besonderem Maße angreifen.

Einsatzbedingungen
© SICK Vertriebs-GmbH

Für den Einsatz in Feucht- und Nassbereichen reicht Dichtigkeit alleine nicht aus. Gefordert wird hier mindestens ein Washdown-, wenn nicht sogar ein Hygiene-Design der Sensoren.

Von Haus aus durch ihr robustes Zink-Druckguss-Gehäuse beständig, überzeugt die Produktfamilie W12-3 überall dort, wo die Sensoren mit Fetten und Ölen sowie Kühl- und Schmiermittel in Kontakt kommen. Das ist beim Verarbeiten und Verpacken von tierischen und pflanzlichen Fetten ebenso der Fall wie in Werkzeugmaschinen oder in der ölhaltigen Umgebungsluft der Feinblechproduktion in einem Stahlwerk. Die Versionen mit Teflon-beschichtetem Gehäuse erweitern das Spektrum der Medienbeständigkeit unter anderem auf eine Vielzahl von Säuren. Die Produktfamilie W12-3 ermöglicht – aufbauend auf einer Plattform, die alle optoelektronischen Prinzipien umfasst – somit universelle Lösungen, wenn es auf hohe Standfestigkeit ankommt.

Sensoren und Reflektoren: Hitzebeständig im System

Wenn es mit Umgebungstemperaturen über 120 °C besonders heiß zugeht, können Sensoren wie die W12-3 beispielsweise durch ein Schutzgehäuse oder andere Wärmeschutzmaßnahmen gegen das direkte Einwirken hoher Temperaturen geschützt werden. In der Praxis oftmals zu spät beachtet wird, dass auch Reflektoren den widrigen Einsatzumgebungen standhalten müssen. Heavy-Duty-Reflektoren wie der SW50 von Sick – spezifiziert auf Umgebungstemperaturen bis 300 °C – ermöglichen zusammen mit den Sensoren langlebige Detektionslösungen, die nicht nur temperaturfest, sondern auch gegen vielfältige mechanische Einflüsse oder Hochdruckreiniger äußerst robust sind.

Objekt-Detektion
© SICK Vertriebs-GmbH

Objekte selbst erschweren oft ihre Detektion, z.B. bei Transparenz, Glanz, unregelmäßigen Geometrien, unterbrochenen Oberflächen oder wechselnden Abständen.

Robust gegen starke Schwingungen und Stöße

Ob beim automatisierten Umsetzen von Flaschenkisten oder Paletten, in stationären Transportanlagen für Gebinde jeder Art, in Palettiersystemen oder beim Handling von Stahlerzeugnissen: In solchen Anwendungen stellen Vibrationen, Stöße und Schläge höchste Anforderungen an die mechanische Robustheit von Sensoren. Insbesondere die Produktfamilie W24-2 von Sick bietet hier „schlagfeste“ Argumente. Ihr Zink-Druckguss-Gehäuse macht sie auch beim Handling tonnenschwerer Lasten wie Blech-Coils oder Eisenbahnschienen zu einer robusten, langlebigen und zuverlässigen Detektionslösung. Die großen Arbeitsabstände der Baureihe bieten in jeder Applikation Funktionalität und Funktionsreserve zugleich.

Auch induktive Sensoren ermöglichen Heavy-Duty-Lösungen

Im Fall einer Anwendung, in der die Optoelektronik nicht das optimale Wirkprinzip darstellt, bietet das Heavy-Duty-Portfolio leistungsfähige Alternativen, z.B. die induktiven Sensoren der Produktfamilie IMB. Die Sensoren im korrosionsbeständigen Edelstahlgehäuse sind in den Bauformen M08 bis M30 verfügbar und unter anderem spezifiziert für ständigen Spritz- oder Tauchkontakt mit Wasser, für den permanenten Kontakt mit aggressiven Schneidölen und Kühlschmiermitteln und für einen Temperaturbereich von –40 bis 100 °C. Ihre robuste mechanische Ausführung gewährleistet eine Schock- und Vibrationsfestigkeit bis 150 g, und bei der Montage gewährleisten Anzugsdrehmomente bis 100 Nm eine sichere Fixierung der Sensoren.

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