Sensorik- und Messtechnik-Branche

Schlüsseltechnologien für das Industrieland Deutschland

16. Januar 2018, 15:40 Uhr   |  Nicole Wörner

Schlüsseltechnologien für das Industrieland Deutschland
© AMA Verband

Dr. Thomas C. Simmons, AMA Verband: »Insbesondere die Digitalisierung der Industrie eröffnet der Sensorik und Messtechnik neue Chancen.«

Sensorik und Messtechnik gewinnen weiter an Bedeutung und werden auch im Jahr 2018 ein wichtiger Schlüssel für innovative technische Produkte sein. Davon ist Dr. Thomas C. Simmons, Geschäftsführer des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. überzeugt.

Von Dr. Thomas C. Simmons, AMA Verband für Sensorik und Messtechnik

Deutschland nimmt bereits heute eine weltweit führende Rolle in der Industrie-Sensorik und -Aktorik auf Basis neuartiger Technologien ein. Mit dem Aktionsplan „Hightech-Strategie 2020“ verfolgt Deutschland Zukunftsprojekte wie Smart Cities, Smart Grid und Smart Factory. Selbst globale Herausforderungen können dank technischer Innovationen gelöst werden, denkt man zum Beispiel an altersgerechte Assistenzsysteme, an Industrie 4.0 oder an autonome Fahrzeuge. Viele dieser Lösungen basieren auf Entwicklungen aus der Sensorik und Messtechnik. Denn technische Systeme müssen heute und zukünftig noch intensiver mit ihrer Umwelt interagieren. Dafür benötigen sie Kenntnis über viele detaillierte physische Aspekte ihres Umfelds. Diese müssen maschinell erfasst und ausgewertet werden.

Studie „Sensor-Technologien 2022“

Der AMA Verband hat dazu gerade die passende Studie „Sensor-Technologien 2022“ veröffentlicht. In dieser Studie halten 21 Sensorik-Experten aus Wissenschaft und Industrie eine fachliche Vorausschau und zeigen die Chancen neuartiger Technologiefelder für Sensor-Entwicklungen auf. Die Autoren sind überwiegend im AMA-Wissenschaftsrat aktiv und begutachteten generelle Entwicklungstrends in der Industrie, bei Sensoren, Sensorkomponenten und Fertigungstechnologien. Dabei berücksichtigen sie unter anderem Impulse der sich stürmisch entwickelnden Informations- und Kommunikationstechnik.

Die Trends für 2018

Ein deutlicher Trend in der Sensorik liegt in der Entwicklung vom Sensor hin zum Sensorsystem, um die zunehmende Komplexität zu beherrschen. Die sogenannten Smart Sensors erscheinen insbesondere im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge und der Industrie 4.0. Sie vereinen die Funktionen unterschiedlicher Sensorkomponenten einschließlich der Signalverarbeitung, der vorausschauenden Situationserkennung und der Kommunikation über Feldbusse.

Weitere Trends in der Sensorik sind physikalische und chemische Situationserkennung aus Sensorfusion und Mustererkennung sowie Strategien zur Sensor-Selbstüberwachung, -Rekonfiguration und -Selbstadaption. Damit können sich Sensoren mit dem jeweils optimalen Messbereich und Arbeitspunkt an die Prozessanforderungen anpassen. Ziel dieser Entwicklung ist es, erweiterte Funktionen anzubieten und Nutzer von Routineaufgaben zu entlasten – ermöglicht durch fortschrittliche Software und deren hardwaremäßige Umsetzung durch leistungsfähige, hochintegrierte Rechner- und Speicherschaltkreise. Damit liegt die Zukunft der Sensorik auch in einer eng verzahnten Software-, Elektronik- und Sensor-Entwicklung in einer nationalen und europäischen Technologieentwicklung insgesamt.

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2. Kontinuierliches Branchenwachstum erwartet

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