Daten-Revolution der Lieferkette

Als Zulieferer einfach beim OEM andocken

19. August 2020, 14:59 Uhr   |  Karin Zühlke

Als Zulieferer einfach beim OEM andocken
© WrightStudio/stock.adobe.com

Die German Edge Cloud setzt auf die International-Data-Space-Architektur (kurz: IDS-Architektur) und ist einer von wenigen Anbietern im Markt, der „IDS-ready“ ist und einen sicheren Datenaustausch in der Lieferkette möglich macht.

Damit agiert das Unternehmen zudem konform zur Mission der neuen von der Bundesregierung geförderten Gaia-X-Organisation, deren Gründungsmitglied sie ist. Die German Edge Cloud ist Spezialist für IIoT-, Cloud- und Edge-Computing-Angebote und zielt mit ihrem Produkt Oncite auf den sicheren und souveränen Datenaustausch für Unternehmen.

Oncite ist ein Edge-Cloud-Rechenzentrum und ermöglicht die schnelle, einfache und sichere Digitalisierung von Prozessen. »In vielen Branchen ist zunehmend ein Supply-Chain-übergreifender Datenaustausch erforderlich. Bisher scheuen sich noch viele Unternehmen davor, ihre Daten zu teilen. Gerade in der Automobilindustrie ist dies jedoch eine zentrale Anforderung, denn die Zulieferer stehen vor der Herausforderung, ihre Daten künftig an digitale Produktionsplattformen von Automobilherstellern wie VW und BMW übertragen zu müssen. Daraufhin ergibt sich für viele Zulieferer die Frage, wie sie die Anforderungen der Hersteller erfüllen können«, erklärt Ertan Mutlu, Sales- und Marketing Director der German Edge Cloud.

Die Antwort hat German Edge Cloud mit Oncite. Die Plug&Produce-Lösung basiert auf einer hochverfügbaren und skalierbaren Edge-Cloud-Technologie in Form eines kompakten Rechenzentrums. Dies ermöglicht es auf Basis der Edge-Technologie, Daten in vernetzten Fabriken in Echtzeit und hochsicher für digitale Prozesse wertschöpfend nutzbar zu machen (z.B. industrielle KI, Industrial Track & Trace). Dabei können z.B. generierte Daten vor Ort in Oncite verarbeitet und gespeichert sowie ein evtl. gewünschter Datenaustausch mit einer Public Cloud unterstützt werden. Gleichzeitig behalten Unternehmen die volle Souveränität über ihre Daten. Dies ist auch das Ziel der IDS-Initiative. Diese ist aus der Fraunhofer-Gesellschaft hervorgegangen und wird mittlerweile geführt und weiterentwickelt von der IDSA (International Data Spaces Association). Die German Edge Cloud ist hier Mitglied, stellvertretend für ihre Muttergesellschaft Friedhelm Loh Group. Die IDS-Architektur ermöglicht es, Daten in einem sicheren Datenraum auszutauschen und deren Verwendung auf den vereinbarten Einsatzzweck zu beschränken. Teilnehmer an den IDS entscheiden selbst, wer die Daten sieht, wer sie nutzen darf, wie sie genutzt werden oder was sie kosten.

German Edge Cloud hat den IDS-Prüfungsprozess erfolgreich durchlaufen. Mit dem IDS Connector hat German Edge Cloud eine spezielle Benutzerschnittstelle entwickelt, die den Datenaustausch überwacht und kontrolliert. Schnittstellen und Datenformate werden dann über den sogenannten Trusted Supplier Connector abgefragt. Mit der IDS-Schnittstelle können Auswertungen vor Ort in einem Trusted Execution Environment ausgeführt werden, um die Daten für eigene und OEM-seitige Systeme verwertbar zu machen. Die Ergebnisse lassen sich durch auditierbare, sichere Übertragungswege über den IDS-zertifizierten Trusted Supplier Connector auch an Dritte (z.B. OEMs/Produkthersteller) übermitteln, womit zum Beispiel die sehr wichtige Anforderung an die Zulieferer der Automobilindustrie erfüllt wird. Mit dem Integration Service lassen sich beispielsweise Zulieferwerke einfach an die Industrial Clouds der OEMs andocken.

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