MCD Elektronik: Produktionstest-Systeme: Vielseitig, zukunftssicher, innovativ

Ihre einfache Umrüstbarkeit für unterschiedlichste Produktgruppen macht die Testsystem-Reihe VTS 2030 von MCD Elektronik vielseitig einsetzbar und zukunftssicher. Mit der neuen Erweiterung um kollaborative Robotik kann sie in halb- bis vollautomatische Produktionslinien integriert werden.

VTS 2030 Bildquelle: © MCD Elektronik GmbH

Das Testsystem VTS 2030 mit integriertem Roboter-Arm kann in halb- bis vollautomatische Produktionslinien integriert werden.

Die Besonderheit der 2017 erstmals auf der productronica vorgestellten Testsystem-Reihe VTS 2030 der MCD Elektronik GmbH ist die Möglichkeit, sie bei kürzesten Umrüstzeiten für unterschiedliche Produkte und Produktgruppen zu modifizieren. Außerdem bietet das System durch seine Erweiterbarkeit Flexibilität für zukünftige Veränderungen. Dies hat z.B. einen namhaften LKW-Hersteller bewogen, einen Funktionstester für Infotainment-Systeme auf Basis des VTS 2030 einzusetzen.

Mit dem platzsparenden Aufbau (Maße: 19“/10“/19“) können durch zwei Adapter (für je zwei Prüflinge) bis zu vier Platinen zeitgleich programmiert und getestet werden. Durch Integration weiterer MCD-Produkte wie der Steuereinheit MIO1616, dem USB-Hub, der Prüfsoftware TestManager CE sowie dem Tool-Monitor ResourceManager sind nun Selbsttests der Platinen und eine HF-Kalibrierung möglich.

Dabei werden die Funktionen der Einzelplatinen sowie Strom-, Spannungs- und Frequenzmessungen, USB-, Video- und Audiotests u.a. geprüft. Die Kommunikation erfolgt hierbei über RS-232, CAN und BroadR-Reach. Die Pylon-Schnittstelle an der Rückseite der Adapter erlaubt deren schnellen Wechsel und sichert auch bei wechselnden Varianten Zukunftssicherheit.

Das bei diesem Kunden zum Einsatz kommende „MCD VTS Rack“ ist die Basis jedes Systems, bestückt mit einem PC und dem MCD-Universal-Messsystem. Auf der Tischoberfläche, die elektrisch auf die gewünschte Arbeitshöhe gefahren werden kann, befindet sich der Prüfadapter mit der Aufnahme der zu testenden Baugruppe. Der komplette Prüfadapter wird über eine Pylon-Schnittstelle angedockt. Im VTS 2030 kommt der mit über 8000 Lizenzen weltweit bewährte ‚MCD TestManager‘ für die Steuerung, Auswertung und Dokumentation des Prüfgeschehens zum Einsatz. Eine Softwareanbindung an die Entwicklungsumgebung LabView ist ebenfalls möglich.

Als Prüfsystem auf Platinenbasis bietet das im Zusammenhang mit der VTS 2030 weiterentwickelte VTS 2030 Modul-Messsystem auf Basis eines Bus-Masters die Möglichkeit, den Funktionsumfang durch eine individuelle Auswahl von Funktionsmodulen zu bestimmen. Sie werden zu je vier Stück mit stapelbaren Modulträgern verbunden und erlauben den Einsatz von bis zu 16 unterschiedlichen Modulen. Die Anwender haben auch die Wahl zwischen anderen Bussystemen. Darüber hinaus sind zwei I2C-Bus Master, zwei Zählereingänge und zwei Anschlüsse am Codec für synchrone Audioverbindungen konfigurierbar.

Für Kunden, die High-End-Testanlagen in schnell wechselnden Konfigurationen benötigen, ist das MCD VTS Rack die richtige Basis. Gemeinsam mit PC, MCD Universal Measurement System UMS 1300 ULC und ULC-Multifunktionskarte bietet es vielfältige Möglichkeiten zur Datenanalyse und zur Erzeugung von Signalen. Darüber hinaus verfügt das System über bis zu acht Steckplätze für Relais-Multiplexerkarten. Das Messsystem befindet sich ebenfalls im Inneren des Prüfadapters. Über einen Bus wie CAN oder LIN verbunden, bietet er maximal vier Modulträger für bis zu 16 Funktionsmodule zur individuellen Gestaltung der Testumgebung. Die Anwender haben auch die Wahl zwischen anderen Bussystemen. Darüber hinaus sind zwei I2C-Bus-Master, zwei Zählereingänge und zwei Anschlüsse am Codec für synchrone Audioverbindungen konfigurierbar.

Mitarbeiter können sich über ein RFID-Gerät (Karte, Armband oder Chip) identifizieren und damit am System anmelden. Dies ermöglicht eine flexible Benutzer- und Berechtigungsverwaltung. Die Visualisierung der Prüfergebnisse erfolgt über eine integrierte Signallampe: grün für Teile, die in Ordnung sind, rot für defekte Teile.

MCD arbeitet unter anderem mit dem Testadapteranbieter Ingun zusammen, der den Pylonadapter mit Schnittstellenblöcken für elektrische Signale, Lichtleiter und Pneumatik konfiguriert. Spezielle Blöcke für Anwendungen wie Hochstrom oder Hochfrequenz sind zusätzlich erhältlich. Mit minimalen Anpassungen kann das System für Funktions-, End-of-Line- und Boundary-Scan-Tests eingesetzt werden. Das System wird von Kunden unter anderem als Reparatursystem, zur Steuerung von Verpackungen sowie als Montage- und Prüfstation genutzt. Zusätzliche Testadapter können für den Test verschiedener Produkte entsprechend der Pylon-Schnittstelle nachbestellt werden.

Kollaborativer Roboter integriert sich und hilft

Der jetzt neu integrierte Roboter-Arm ermöglicht das selbstständige Greifen von Werkzeugen und Prüflingen sowie die automatisierte Bedienung des Prüfadapters. Die Integration des Systems in komplexe Fertigungslinien ist möglich, da der Roboterarm alle Testschritte zur Prüfung von Leiterplatten übernimmt und die geprüften Platinen gemäß dem Testergebnis sortiert. Durch eine zusätzliche Kamerakomponente von MCD können z.B. optische Prüfungen, wie etwa die Position der Platinen im Lager, die korrekte Platinenbestückung, die Geradheit von Pins u.a. durchgeführt werden.

Bei dem zu integrierenden Roboter kann es sich um eine Ausführung handeln, die als vollautomatischer Teil der Linie, hinter einem Schutzkäfig gesichert, die Arbeitsgeschwindigkeit erhöht, oder um einen kollaborativen, in die Fertigungslinie integrierten, mit dem Menschen zusammenarbeitenden Roboter.

MCD als TOP 100 Innovator geehrt

Die Innovationen findet bei MCD entlang der gesamten Wertschöpfungskette statt: von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme am Einsatzort. Im Sommer 2019 wurde MCD Elektronik bereits zum zweiten Mal in Folge als mittelständischer Innovationsführer mit dem „TOP 100“-Innovationspreis geehrt. Die Titelverteidigung gelang als Innovator gegen 398 Unternehmen. In dem wissenschaftlich begleiteten Auswahlverfahren überzeugte die Jury vor allem das bei MCD Elektronik herrschende Innovationsklima und die stetigen technologischen Fortschritte. Der Bewertungsindikator „Innovationsklima“, der um 81 Punkte gegenüber 2018 anstieg, war hier besonders entscheidend.

»Konsequentes und überdurchschnittliches Innovationswachstum sind wir unseren Kunden schuldig. Wir beschäftigen uns daher schon sehr lange mit innovativen Lösungen für selbstfahrende Autos, Robotersteuerung und Industrie 4.0«, erläutert Geschäftsführer Bruno Hörter. (hl)

productronica, Halle A1, Stand 254