Im Rahmen der Automatica Sprint

Premiere für Robotik- und KI-Plattform munich_i

Die Robotik- und KI-Plattform munich_i feiert im Rahmen der Automatica Sprint ihren Einstand.
Die Robotik- und KI-Plattform munich_i feiert im Rahmen der Automatica Sprint ihren Einstand.
© automatica sprint munich_i

Die Plattform munich_i für Robotik und KI feiert im Rahmen der Automatica Sprint vom 22. bis 24. Juni Premiere. Zu munich_i zählen neben dem Hightech-Summit die digitale Ausstellung AI.Society, der Entwicklerwettbewerb Robothon sowie der Roboterführerschein. Alle Elemente werden digital abgebildet.

Für das Gemeinschaftsprojekt munich_i arbeiten die Messe München und die Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM) der Technischen Universität München (TUM) eng zusammen. Aus Sicht von Falk Senger, Geschäftsführer Messe München und verantwortlich für die Automatica, schafft die Kooperation einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog: »Die Hightech-Plattform munich_i beantwortet relevante Fragen zu einem verantwortungsvollen technologischen Wandel und zur Nutzung von KI und Robotik im täglichen Leben. Daher freuen wir uns sehr, munich_i als Teil der Automatica, in diesem Jahr der Kompaktmesse Automatica Sprint, zu etablieren.«

munich_i Hightech-Summit verbindet Wissenschaft und Wirtschaft

Zentrales Element der Plattform munich_i ist der Hightech-Summit am 22. Juni. Unter dem Motto „intelligence empowering tomorrow“ tauschen sich Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über die Interaktion menschlicher und künstlicher Intelligenz in Arbeit, Gesundheit und Mobilität aus.

Assistenzroboter und Cobots mit künstlicher Intelligenz werden Menschen künftig helfend zur Seite stehen. Aber wie werden solche Lösungen unsere Arbeitswelt verändern? Was erwartet uns in zehn Jahren in der Klinik oder in der Geriatrie? Wie wichtig in diesem Zusammenhang der ethische Aspekt ist, betont Prof. Alena Buyx, neben Prof. Sami Haddadin Direktorin von munich_i: »KI-Technologien müssen ethisch und sozial verantwortungsvoll sein und sowohl Individuen als auch Gesellschaften zugutekommen. Um das sicherzustellen, sollte Ethik als fester Bestandteil in den Forschungsprozess integriert werden. Gute künftige Regulierung sollte ferner helfen, Potentiale umzusetzen und Chancen zu nutzen, und zugleich eine verantwortliche Umsetzung und Schadensvermeidung sicherstellen.«

In den Sessions „Assisting the human“, „Connected world“, „Beyond human spaces“, „Building intelligence“ und „Interaction of humans and robots“ geben neben Wissenschaftlern auch Industrievertreter Einblicke in neue technologische Entwicklungen und künftige Standards. Zu den Sprechern zählen unter anderem:
• Dr. Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland
• Prof. Jeannette Bohg, Universität Stanford
• Prof. Dr. Jürgen Grotepass, CSO Huawei Technologies Deutschland
• Prof. Dr. Marco Hutter, ETH Zürich
• Prof. Yoshihiko Nakamura, Universität Tokio
• Gurdeep Singh Pall, Corporate Vice President Microsoft USA
• Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender Infineon Technologies.

AI.Society zeigt Anwendungsbeispiele von Robotik und KI

Wie sehr KI und Robotik schon fester Bestandteil des täglichen Lebens geworden sind, macht der virtuelle Ausstellungsbereich AI.Society deutlich. Rund 30 Praxisbeispiele von TUM-Lehrstühlen, Startups und Partnern aus dem Großraum München bilden von 22. bis 24. Juni reale Szenarien ab. Auch die breite Öffentlichkeit soll also Zugang zu den Schlüsseltechnologien bekommen: Wie können wir in Zukunft mit KI und Robotik unseren Alltag und unsere Arbeit einfacher, sicherer und auch produktiver erledigen? Kann Embodied AI als die Verbindung lernfähiger Algorithmen und Maschinen die Montage und Produktion nicht nur optimieren, sondern sogar revolutionieren? Wie können wir schon heute KI und Robotik für die großen Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Mobilität und Arbeit nutzen?

Entwicklerwettbewerb Robothon sucht Experten

Damit auch in Zukunft kreative Köpfe an innovativen Ideen für künstliche Intelligenz und Robotik arbeiten, initiiert munich_i den Entwicklerwettbewerb Robothon. Initiator und munich_i-Direktor Prof. Sami Haddadin erläutert die Idee dahinter: »Robotik und Maschinenintelligenz mit ihren unzähligen Einsatzszenarien und Anwendungen sind von zentraler Bedeutung für unsere nachhaltige Zukunft. Unser Ziel kann nur sein, dass Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg von dieser Technologie profitieren.«

Im Vorfeld der Automatica Sprint erarbeiten Teams einen Monat lang eine aktuelle Herausforderung der Industrie im Kampf gegen Umweltverschmutzung: Wie lässt sich durch den Einsatz eines Roboters die Zerlegung und Sortierung von Elektroschrott lösen und vereinfachen? Eine unabhängige Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft prämiert die Gewinner am 22. Juni im Rahmen des munich_i-Hightech-Summits.

Roboterführerschein als Online-Workshop

Im Rahmen von munich_i 2022 können Interessierte vor Ort einen Roboter programmieren und bekommen nach erfolgreichem Abschluss den munich_i-Roboterführerschein. Als Vorgeschmack darauf gibt es in diesem Jahr einen interaktiven Online-Workshop. Inhalte: eine Einführung in die Welt der Robotik, praktische Übungen und Demonstrationen anhand aktueller Anwendungsbeispiele. Die Workshops werden zweimal täglich zwischen dem 22. und 24. Juni angeboten. Eine Anmeldung vorab ist erforderlich, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Anmeldung ist ab Anfang Juni unter automatica-munich.com möglich.

Die Teilnahme an munich_i, bestehend aus dem Hightech-Summit, dem virtuellen Ausstellungsbereich AI.Society sowie der Robothon-Preisverleihung und dem Roboterführerschein, ist für Besucher der Digitalplattform der Automatica Sprint im Ticket inbegriffen. Die Veranstaltungssprache ist Englisch.

Weitere Informationen zu munich_i mit näheren Informationen zu den vier Elementen sowie einem Überblick zum Programm und den Sprechern des Hightech-Summits sind unter automatica-munich.com verfügbar.


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