Digitale Zusatzdienste bei Caterpillar

‚Smart Iron‘

04. November 2020, 10:21 Uhr   |  Michael Mansard, Principal Business Transformation & Innovation bei Zuora

‚Smart Iron‘
© Caterpillar

Mit den digitalen Zusatzdiensten von Cat Connect behalten Kunden ihre Geräte und Kosten immer im Blick

Baumaschinenriese Caterpillar setzt seit den 90er Jahren IoT, Telematik und autonome Funktionen bei Produkten und Prozessen ein. Darauf basierend bietet er Kunden heute kostenpflichtige digitale Zusatzdienste an und verwaltet sie über das agile Subscription-Management System von Zuora.

In der Bergbauindustrie haben sich seit vielen Jahren fahrerlose Muldenkipper bewährt. Sensoren in diesen Maschinen erfassen ebenfalls seit vielen Jahren schon routinemäßig Informationen und helfen deren Wartung und Leistung zu verbessern. Heutzutage hat sich das Anwendungsfeld solcher Technologien deutlich erweitert. In Folge machen vernetzte Produkte und intelligenter Betrieb einen Großteil des Angebots bei Caterpillar aus. Tom Bucklar, Cat Digital Director, erklärt die Rolle von Software für sein Kerngeschäft so:

„Die Digitalisierung ist für uns ein Mittel, unsere bestehenden Kunden bestmöglich aufzustellen. Wir wollen zwar nach wie vor der führende Hersteller von Erdbewegungsmaschinen und -motoren für unsere Partner in dieser Branche sein. Aber wir wissen, dass unsere Produkte nur auf Basis solcher standortbezogener ‚Site-level‘ Systeme und Services fortschrittlich bleiben und neue Mehrwerte erhalten. Also ergänzen wir unser Angebot natürlich.“

Subscription Management
© Zuora

Die Nachverfolgung und Abrechnung der Millionen Subscriptions erfolgt bei Caterpillar über das agile Subscription-Management-System von Zuora

Vernetzte Produkte

Das digitale Geschäft von Caterpillar treibt hauptsächlich das Angebot Cat Connect voran – ein Portfolio an Lösungen, das die Daten der angebundenen Maschinen mit vernetzten Technologien und Services zusammenbringt. Über das Auslesen von Sensordaten auf der Baustelle und die Integration in andere Systeme und Prozesse beim Kunden trägt Cat Connect zur Steigerung von Sicherheit, Produktivität und Nachhaltigkeit bei. Mit der Vernetzung der Maschinen kann Caterpillar mit den Kunden gemeinsam anspruchsvolle Projekte angehen und so auch neue Mehrwerte rund um die Maschinen schaffen. Sie sollen beispielsweise durch maximale Betriebszeit, maximale Verfügbarkeit, maximale Kraftstoffeffizienz überzeugen.

Kunden können ihre Prozesse schlanker gestalten, sagt Bucklar, weil sie manuelle Vorgänge automatisieren können. So ist in der Bauindustrie beispielsweise die bisherige Geländemarkierung mit Holzpfählen auf Baustellen nicht mehr erforderlich. Heute wird das Gelände virtuell mit GPS-Technologie markiert. Bucklar sieht hier Vorteile, die weit über die neu errungene Sicherheit für Vermessungsingenieure hinausreichen. Die Vermessungsmitarbeiter stehen den schweren Maschinen nun nämlich nicht mehr im Weg.

Ihre Arbeiten zur Plan-Validierung und Baustellenvorbereitung leisten sie nach wie vor. Aber auf der Baustelle selbst brauchen sie nicht mehr anwesend zu sein. Das Ergebnis ist letztlich, dass Erdarbeiten heute rund 30% effizienter verlaufen. Auch weil Kunden nun auch bei Dämmerung oder gar bei vollständiger Dunkelheit arbeiten können, da keine Sichtlinie zu den Pfählen mehr benötigt wird.Bucklar betont, dass sich die Investition in digitale Technologien nicht wirklich von Strategien zur Geschäftserweiterung der letzten 90 Jahre unterscheidet: „Wir haben zu diesem Zweck früher vielleicht eine größere Maschine gebaut, wir sind womöglich von einer Planierraupe zu einem Schürfzug oder von einem Bagger zu einem Radlader übergegangen. Mit dem Digitalen verfolgen wir das gleiche Ziel.“

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