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Italien: Drohnen und Roboter helfen Erdbebenhelfern

Das Team des TRADR-Projektes hat den Einsatz der Rettungskräfte im italienischen Erdbebengebiet mit zwei Boden-Robotern und Drohnen unterstützt.

EU Projekt TRADR Bildquelle: © EU Projekt TRADR

Das TRADR-Projekt ist ein europäisches Gemeinschaftsprojekt mit 12 Partnern, darunter 3 Feuerwehrorganisationen, das sich der Entwicklung von Technologien für Menschen-Roboter-Teams zum Einsatz bei Katastrophen widmet. Roboter wurden für verschiedene Szenarien entwickelt, in denen sie die Umgebung untersuchen und Proben nehmen, um einen Überblick über Schadensgebiete und Einsatzschwerpunkte zu erhalten.

Das Projekt wurde von der italienischen Vigili del Fuoco (Feuerwehr) gebeten, ein 3D-Modell der Kirchen San Francesco und Sant` Agostino zu erstellen, die teilweise zusammengestürzt waren. Innerhalb von 48 Stunden war das TRADR-Team vor Ort. Verschiedene Flüge außer- und innerhalb der Kirchen wurden durchgeführt, um einen Überblick über den Gebäudezustand zu erhalten.

Insbesondere die Flüge innerhalb der Kirche San Francesco waren eine Herausforderung, die gemeistert wurde, indem 3 Drohnen kollaborierten: eine drang über ein Loch im Dachbereich vor, die anderen lieferten die Video-Überwachung dieser Drohne aus verschiedenen Positionen.

Im Rahmen der Mission ist es gelungen, ausreichend Daten für qualitativ hochwertige 3D-Modelle zu sammeln. Die Zusammenarbeit zwischen den Rettungskräften vor Ort und dem TRADR Projektteam verlief reibungslos. Durch eine Vielzahl von synchronen und asynchronen Explorations-Einsätzen der Roboter unterstützt TRADR die Katastrophenreaktionskräfte dabei, sich schrittweise einen Gesamtüberblick über die Umgebung und das Ausmaß eines Unglücks zu verschaffen und hilft dadurch dem Katastrophenteam bei der Ausarbeitung und Durchführung des Einsatzplans.

Projektkoordinator des von der EU im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm geförderten  Projektes ist das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI in Saarbrücken.