All Star Game in Japan

Basketball-Roboter erzielt 11 Treffer

05. März 2020, 07:28 Uhr   |  Heinz Arnold

Basketball-Roboter erzielt 11 Treffer
© Toyota

Ein elfköpfiges Team hat den Basketball-Roboter in knapp zwei Jahren entwickelt.

Künstliche Intelligenz ohne große Vorkenntnisse entwickeln: Toyota zeigt am Beispiel eines Basketball-Roboters wie das geht.

Erster Auftritt des basketballspielenden Roboters »CUE4« von Toyota beim All Star Game der japanischen B-League im Rahmen des Dreipunkt-Wettbewerbs: Der 2,09 m große humanoide Roboter erzielte in seiner vierten Version von der Dreier-Linie aus elf Treffer – nach nur knapp zwei Jahren Entwicklungszeit ein beachtliches Ergebnis.  

Ursprüngliche hatten Mitarbeiter von Toyota die erste Version im Rahmen eines Freizeitprojekts erstellt. Die Idee dahinter: Zu zeigen, dass  es möglich ist, ohne große Vorkenntnisse der Beteiligten eine künstliche Intelligenz zu entwickeln, die in der Lage ist, selbstständig Basketball-Freiwürfe zu absolvieren. So schaffte es die dritte Ausbaustufe des Roboters – der »CUE3« – ins Guinness Buch der Rekorde: mit 2.020 Freiwürfen und damit den »meisten aufeinanderfolgenden Basketball-Freiwürfe durch einen humanoiden Roboter (assistiert)«.

Während die Beteiligten des Projekts dem Roboter damals noch jeden Ball in die Hand legen mussten, kann die neueste Generation selbstständig Bälle greifen, zielen und sie von der Dreier-Linie aus in Richtung Korb werfen. Auch zum jeweils nächsten Abwurfpunkt der insgesamt fünf Stationen beim Wettbewerb kann sich der »CUE4« selbstständig bewegen. Eine Kamera erfasst dann die Position und den Winkel des Roboters und berechnet die Wurfkraft, damit der Ball im Korb landet. Der »CUE4« verfügt über 15 Gelenke und 23 Antriebswellen, um die Wurftechnik eines menschlichen Basketballers möglichst genau zu adaptieren.

Nach dem Highlight beim japanischen All Star Game kehrte der »CUE4« nun zum Basketballteam Alvark Tokyo zurück, wo zuletzt auch die Weiterentwicklung im elfköpfigen Team vorangetrieben wurde. Das CUE-Projekt wurde von Toyota bewusst auf zwei Jahre begrenzt, um zu beweisen, welche Entwicklungen mit begrenztem Personal in kurzer Zeit möglich sind. Im Anschluss daran kehren die Mitarbeiter am Projekt zu ihren eigentlichen Aufgaben im Unternehmen zurück, um ihre neu gewonnenen Kenntnisse und Eindrücke dort einfließen zu lassen.

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