Die Lieferkette von morgen

Nachhaltig und mit ethischen Werten vereinbar

15. Dezember 2020, 10:33 Uhr | Johannes Abrams

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Prioritäten setzen für mehr Transparenz

Kunden wollen alles sowohl über die Produkte wissen, die sie kaufen, als auch über die Händler, bei denen sie sie erstehen. In einer Welt, in der die Datenmenge exponentiell zunimmt, wird der Zugang zu Informationen immer einfacher. Je informierter Kunden jedoch sind, desto mehr Fragen stellen sie. Deshalb müssen Händler fähig sein, diese auch wahrheitsgemäß und authentisch zu beantworten. Ansonsten riskieren sie Reputationsschäden oder „erarbeiten“ sich sogar das Image eines Unternehmens, das wenig bis keine Transparenz zulässt.

Hier verbirgt sich für Unternehmensvorstände ein neues Ziel: das Schaffen umfassender Transparenz. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein steter Informationsfluss entscheidend: Unternehmen müssen in der Lage sein, auf umfassende Daten und Informationen über sämtliche Zulieferer und Partner sowie deren Aktivitäten zuzugreifen. Im Gegenzug müssen sie diese Informationen den anderen Parteien ebenfalls zugänglich machen. In Kombination mit einer entsprechenden Strategie erlauben es moderne Technologien, Daten aus allen Bereichen der Supply Chain zu erfassen – sofern sie vollständig digitalisiert wurden. Dies sorgt für mehr Transparenz innerhalb des Netzwerks und stellt sicher, dass ethisch verantwortungsvolle und nachhaltige Richtlinien durch- und Prozesse effektiv umgesetzt werden können. 50 Prozent der für eine weitere Accenture-Studie befragten CEOs halten Data Analytics für die richtige Technologie, die zu mehr Nachhaltigkeit verhilft.

Welcome to the ethical era

Unter dem wachsamen Auge der heutigen Verbraucher hat sich das ethische und nachhaltige Bewusstsein im Unternehmenskontext von einem „Nice-to-have“ zu einem „Must-have“ entwickelt, das es in jedem Winkel einer Organisation zu implementieren gilt. Dazu gehört auch eine verantwortungsvolle Lieferkette. Kunden wollen sicherstellen, dass ihre Produkte und Services fair und nachhaltig produziert, vermarktet, geliefert und angeboten werden. Mit der richtigen Technologie, die Daten und Geschäftseinblicke über die gesamte Lieferkette hinweg liefert, können Unternehmen das erforderliche Maß an Transparenz erreichen, um dieser Verantwortung über alle Prozesse hinweg gerecht zu werden.

Ethische Prinzipien in der Lieferkette sind heutzutage kein netter Nebeneffekt mehr, sondern haben sich zu einem elementaren Bestandteil entwickelt. Neben Preis und Produktqualität spielt es für Kunden auch eine immer größere Rolle, wie ein Produkt hergestellt und transportiert wurde. Denn ethisch zu handeln, bedeutet für Unternehmen mehr, als „grün“ zu sein – unter anderem schließt es auch faire Löhne und Arbeitsbedingungen ein. Unternehmen, die in Technologie zur Überwachung und Digitalisierung der Supply Chain investieren, tun damit auch etwas für ihre eigene Zukunft.

Johannes Abrams ist Account Executive bei OpenText.


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