Sie sind hier: HomeThemenSmart ComponentsE-Mechanik

Gehäuse für Embedded-Systeme: Raspberry Pi und Co. gut verpackt

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Teil 2, Einfache Verdrahtung

Des Weiteren hat Phoenix Contact die einfache Verdrahtung in den Mittelpunkt der Gehäuse-Entwicklung gerückt und bietet beispielsweise optional eine Anbindung über Tragschienen-Busverbinder an. In der Geräteentwicklung sind Busverbinder weit verbreitet – sie werden gerne für modulare Gerätesysteme genutzt.

Ein System hat meist eine Power-Supply-Unit (PSU), eine Central-Processing-Unit (CPU) und diverse I/O-Units. Damit können verschiedene Systemkonfigurationen bequem kombiniert werden. Die Busverbinder reduzieren den Verdrahtungsaufwand der Module in der Tragschiene erheblich. Analog hierzu bieten Busverbinder wie der H-Bus für das Raspberry-Pi-Gehäuse von Phoenix Contact bei der Geräteentwicklung einen Vorteil. So kann der Raspberry Pi zum Beispiel als CPU und die Zusatzmodule als I/O-Module dienen. Die Kommunikation mit den GPIOs und den I/O-Modulen übernimmt in diesem Fall der H-Bus. Montiert werden die Module durch einfaches Aufstecken auf die Tragschiene.

Der Gehäuse-Baukasten für Embedded Systeme

Phoenix Contact bietet für Embedded-Systeme aber nicht nur einzelne Gehäusevarianten an, sondern setzt auf einen durchgängigen Baukasten. Unter der Bezeichnung UCS, die Abkürzung steht für Universal Case-System, kann der Anwender sein Gehäuse für Embedded-Systeme individuell zusammenstellen und dabei auf Standardkomponenten auch bei den Gehäuse-Teilen zurückgreifen. Möglich machen dies der modulare Aufbau der Gehäuse sowie ein umfangreiches Zubehörprogramm. So kann der Gerätehersteller auf ein Gehäusesystem zugreifen, mit dem er schnell und einfach verschiedene Varianten seines Geräts realisieren kann, ohne das Gehäusekonzept wechseln zu müssen. Das Baukastensystem lässt dabei viel Spielraum für individuelle Designs.

Das Universal Case-System

Die Gehäuse der UCS-Serie setzen sich im Wesentlichen aus zwei identischen Halbschalen zusammen. Die herausnehmbaren Seitenwände werden durch die farblich abgesetzten Eckeinleger geführt und in den Halbschalen gestützt. Auch abweichende Gehäusehöhe bei gleicher Grundfläche ist kein Problem: Lediglich die Seitenwände und die Schrauben müssen durch eine höhere Variante ersetzt und an die neue Anforderung angepasst werden.

Das System ist so konzipiert, dass jeweils die größere der beiden unterschiedlich großen Seitenwände als kleine Seitenwand der nächstgrößeren Gehäuse-Variante eingesetzt werden kann. Die herausnehmbaren Seitenwände bieten zudem die Möglichkeit, Schnittstellen an mehr als einer Seite zu positionieren. Des Weiteren bietet das UCS-Gehäuse-Programm gleich mehrere Möglichkeiten, Leiterplatten zu befestigen: Um bei der Entwicklung eigener Schaltungen die maximale Bestückungsfläche auszunutzen, können die Leiterplatten mit dem integrierten Schraubdom direkt an den Eckeinleger fixiert werden.

Soll mit standardisierten Leiterplatten – mit und ohne individuelle Erweiterungen – die Flexibilität erhöht werden, lassen sich die Eckeinleger auch ohne den integrierten Schraubdom verwenden. Hierbei kommen dann spezielle Schraubdome zum Einsatz, die an der vorgegebenen Position eingeklebt werden. Die Kombination aus beiden Befestigungssystemen erlaubt individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.