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Board-to-FPC-Stecker für Automotive: Weniger Kabelbaum, mehr Stauraum

Ein neuer Steckverbinder von Panasonic verbindet flexible Leiterplatten im Auto direkt mit der Platine. Der Effekt: Weniger Komponenten, mehr Platz.

Mit dem CF1-Steckverbinder verspricht Panasonic mehr Platz in Automotive-Anwendungen. Bildquelle: © Panasonic

Mit dem CF1-Steckverbinder verspricht Panasonic mehr Platz in Automotive-Anwendungen.

Konventionell werden flexible Leiterplatten (FPCs) und Boards über Relaiskabelbäume oder mittels Löten verbunden. Dies führt aber zwangsläufig zu zusätzlichem Gewicht. Außerdem lassen sich die Kabelbäume schlecht montieren.

Mit dem bereits 2016 vorgestellten Steckverbinder der Serie CF1, die jetzt in Serie produziert wird, will Panasonic das ändern. Mit seiner – laut Unternehmensangabe bisher einzigartigen – Struktur aus Metallklemmen verbindet der Steckverbinder flexible Leiterplatten und Platine direkt miteinander (Bild 1). Dies mache den Einsatz von Kabelbäumen überflüssig, so Panasonic; Komponenten und Montagezeit könnten gespart werden.

Bild 1: Vergleich der Verbindungsmethoden Bildquelle: © Panasonic

Bild 1: Vergleich der Verbindungsmethoden

Für die Robustheit des Steckers sorgt ein Doppelclip-Kontakt, der die Metallklemme auf der FPC-Seite sowie die Buchse auf der Platinenseite umgreift. Dadurch eignet er sich für den Einsatz in Automobilanwendungen wie LED-Leuchten und Batteriemanagementsystemen. Eine weitere Besonderheit ist die Trägheitsverriegelung des Steckers, die ein unvollständiges Einrasten verhindert.

Spezifikationen

Der CF1-Steckverbinder eignet sich für den Anschluss von Fahrzeugbeleuchtung wie Tagfahrlicht und Rückleuchten, aber auch für Außenspiegel, Armaturenbretter, Kameras und Batteriemanagementsysteme.

Panasonic beziffert dabei den Nennstrom mit maximal 2,0 A/Pin und die Nennspannung mit 50 V DC. Weitere Parameter sind ein Isolationswiderstand von mindestens 100 MΩ, einen Kontaktwiderstand von maximal 20 mΩ (Initial) und eine Spannungsfestigkeit von 1000 V AC für 1 Minute. Die Gehäuse-Haltekraft wird mit mindestens 30 N (Anfangswert) angegeben.