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Der Power Mate 400 von ODU: »Maßgeschneidert für die leistungsgesteigerte E-Mobilität«

Mit einem Umsatzanteil von knapp 20 Prozent nimmt die Elektromobilität im ODU-Portfolio einen zunehmend hohen Stellenwert ein. Entsprechend baut der Spezialist sein Stecker-Angebot für alternative Antriebe weiter aus.

Espertshuber_Richard19 ODU Bildquelle: © ODU

Richard Espertshuber, Global Business Development Manager eMobility bei ODU:

»Der Zwei-Pol-Steckverbinder hat die Perspektive, möglichst lange am Auto gefragt zu sein und nicht ersetzt zu werden.«

Markt&Technik: Herr Espertshuber, in Deutschland gewinnt die Elektromobilität zunehmend an Bedeutung. Wie wichtig ist die Branche für ODU?

Richard Espertshuber: Für uns, aber auch für Steckerhersteller generell ist die Elektromobilität ein vielversprechendes Zukunftsfeld. Unabhängig von der Energiequelle, ob hybrider, elektrischer oder Wasserstoffantrieb: Es ist immer notwendig, Fahrströme zu übertragen. Und dafür werden Konnektoren gebraucht. Mittlerweile ist die Elektromobilität deshalb ein wichtiger Bestandteil innerhalb unseres Portfolios und unserer generellen Umsatzziele.

Neuester Zuwachs Ihres Portfolios ist der ODU Power Mate 400, den Sie erstmals auf der electronica 2018 vorgestellt haben, gemeinsam mit dem ODU Docking Mate. Was hebt die beiden Steckverbinder voneinander ab? Anders gefragt: Wann empfehlen Sie welchen Steckverbinder?

Im Grunde genommen kann man die zwei Stecksysteme gar nicht miteinander vergleichen, denn sie haben völlig unterschiedliche Eigenschaften. Der ODU Docking Mate ist in erster Linie toleranzausgleichend, da er vor allem automatisiert gesteckt wird.

Der Power Mate hingegen ist ein Stecksystem, das normalerweise im Montageprozess bedient wird, und dieser geschieht heute noch manuell. Daher eignet sich der Docking Mate hauptsächlich für den Einsatz innerhalb der Aggregate, der Power Mate sitzt außen an der Batterie und der Leistungselektronik.

Welche Anforderungen muss so ein mit der Batterie verbundenes Hochvolt-Stecksystem erfüllen?

Es muss zum Beispiel hohen Belastungen wie Vibration, Feuchte oder Wärme standhalten. Alle Anforderungen, die ein Steckverbinder erfüllen muss, bevor er ins Auto kommt, beschreibt die Norm LV 214.

Diese Anforderungen erfüllt der ODU Power Mate 400, der – wie der Name schon sagt – für eine Stromtragfähigkeit von 400 A angedacht ist. Er eignet sich für Kabeldurchmesser bis 95 mm2 und zählt zur Klasse 5, also die momentan höchste der Klassifizierungen.

Was passiert, wenn die Anforderungen weiter steigen?

Wir sind heute schon bei wirklich großen Kabeln angekommen – ein Durchmesser von 95 mm2 ist schon ganz ordentlich. In der Regel hat man ja nicht nur den Stecker, sondern auch noch drei Meter Kabel dazu in der Hand – und das Kabel ist wirklich schwer. Ich denke, die Kunden möchten das nicht noch weiter auf die Spitze treiben. Deswegen ist meine persönliche Überzeugung, dass zukünftig zwar die Leistung steigen wird, aber nicht unbedingt der Kabeldurchmesser. Um die Kabelgrößen im vernünftigen Rahmen zu halten, würde man vermutlich eher in der Spannung hochgehen.