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Der Power Mate 400 von ODU: »Maßgeschneidert für die leistungsgesteigerte E-Mobilität«

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Power-Mate-Portfolio

Was macht den ODU Power Mate 400, davon abgesehen, aus?

Von den Wettbewerbern heben wir uns zum Beispiel vor allem durch das kompakte Design ab. Dafür nutzen wir eine Schiebeverriegelung, die weniger Platz braucht als die sonst genutzten Verriegelungssysteme.

Außerdem haben wir für diesen Steckverbinder ein neues, auf unserer Lamtac-Technologie basierendes Kontaktsystem entwickelt, das deutlich weniger Platz benötigt als unsere Standard-W-Lamellen. Der Kontakt lässt sich auch schweißen, was einen optimalen Übergang zwischen Kabel und Kontakt gewährleistet.

Wie ist die Idee für den Power Mate entstanden?

Wir als ODU müssen uns auf bestimmte Felder fokussieren; wir können nicht überall zu Hause sein. Also stellte sich uns zunächst die Frage: Soll der Stecker zwei- oder dreipolig sein und, wenn zweipolig, welche Klasse? Also haben wir uns auf dem Markt umgesehen und versucht, uns ein möglichst genaues Bild zu machen.

Das Resultat unserer Überlegungen: Dreipolige Stecker sind möglicherweise auf dem absteigenden Ast. Denn Antriebsmodule werden immer mehr miteinander integriert, dadurch braucht man einfach tendenziell weniger 3-Pol-Stecker im Antriebsstrang. Den zweipoligen Stecker hin zur Batterie werde ich aber immer brauchen. Und nachdem die Leistungen auch da gestiegen sind, haben wir uns schlussendlich dazu entschieden, einen zweipoligen Steckverbinder zu entwickeln. Er hat die Perspektive, möglichst lange am Auto gefragt zu sein und nicht ersetzt zu werden. Auch Gespräche mit den internationalen Kollegen während unseres eMobility-Workshops im März letzten Jahres haben uns darin bestätigt.

Wie ist bisher die Kundenresonanz?

Die sieht bisher nicht schlecht aus. Vor allem auf Messen erhalten wir durchaus gutes Feedback. Dass wir jetzt unseren Kunden den Steckverbinder als Muster zeigen können, hat der ganzen Geschichte nochmal einen Schub gegeben, denn jetzt kann der Kunde den Steckverbinder selbst stecken, betätigen, einfach ausprobieren. Auch international war das Feedback gut. Bisher haben wir den Power Mate 400 zum Beispiel in Japan, den USA und Südkorea vorgestellt.

Abseits der Hochvolt-Batterie – ist der ODU Power Mate 400 noch für weitere Anwendungsbereiche denkbar?

Zwar kann ich mir durchaus andere Einsatzfälle vorstellen, aber wegen seines speziellen Designs und seiner Leistungsklasse ist er einfach maßgeschneidert für die leistungsgesteigerte Elektromobilität.

Planen Sie, das Power-Mate-Portfolio zu erweitern?

Wir werden in der Leistungsklasse 5 bleiben, aber eine weitere Variante anbieten: Zusätzlich zum 90°-Stecker arbeiten wir aktuell an einer 180°-Variante. Auf der electronica 2020 könnte es schon einen ersten Prototypen geben.