Steckverbinder mit hoher Kontaktzahl

Der M16 gewinnt an Bedeutung

12. Februar 2021, 11:34 Uhr   |  Corinna Puhlmann-Hespen

Der M16 gewinnt an Bedeutung
© binder

M16-Portfolio von binder

Die Erfolgsgeschichte des M12-Steckers ist beispiellos. Doch auch das M16-Steckverbindersystem – mit all seinen Optionen – dringt in immer mehr Anwendungen vor.

M16 – das erste von binder hergestellte Steckverbindersystem – war und bleibt auch heute eine verlässliche Verbindungskomponente für eine große Zahl verschiedener Anwendungen. Seit den frühen Anfängen in der Audiobranche vor mehr als 50 Jahren hat sich das M16-Steckverbindersystem kontinuierlich weiterentwickelt.

»Angetrieben durch die Nachfrage nach geringen Kontaktwiderständen, hohen Polzahlen und besseren Schutzarten, sind die heutigen M16-Steckverbinder mit zwei bis 24 Kontakten bestückt. Sie sind überwiegend mit Metallgehäuse ausgeführt, mit oder ohne Abschirmung vor elektromagnetischer Störung (EMI), und bieten die Schutzart IP 67 sowie für höhere Anforderungen auch IP 68«, erläutert Sascha Döbel, Produktmanager für M16-Steckverbinder bei binder. Zu den am Markt verfügbaren Varianten gehören Kabelkonfektionen mit geraden oder Winkel-Steckverbindern, die wahlweise gelötet, geschraubt oder gecrimpt werden können.

»Ebenfalls sind vorkonfektionierte, umspritzte Kabel erhältlich. Die Optionen sind gleichermaßen vielfältig und umfassend, wenn es um Flanschsteckverbinder für die vorder- oder rückseitige Montage als Standard für Lötkelchausführungen und für die vorderseitige Montage für tauchgelötete und vorkonfektionierte flexible Leiterplatten geht«, erklärt Sascha Döbel.

Dieser Steckverbinder-Typ hat sich dank seiner robusten Auslegung und seiner Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen als Variante bei der Anbindung von MSR-Technik und Sensorik im Innenbereich etabliert, wo höhere Polzahlen als die von M8- und M12-Steckverbindern gefordert sind. Zu den weiteren Anwendungen gehören neben pneumatischen Steuerungen und Gas- und Druckmessungen auch Drehmomentaufnehmer und Drehzahlregler.

Einsatzbereit für 5G

Ein neuer Anwendungsbereich für M16-Steckverbinder ist das bevorstehende Rollout der 5G-Netze. Hier sorgen die AISG-konformen Steckverbinder von binder für den erforderlichen IP-Schutz bei ausgewählten Anlagen im Außenbereich. Die AISG (Antenna Interface Standards Group) definiert Standards für die Steuerung und Überwachung von Antenna Line Devices (ALD) in der Mobilfunkbranche.

Die M16-Steckverbinder der binder-Baureihen 423 und 723 sind zum Beispiel als achtpolige DIN-Ausführungen erhältlich, bei denen vier oder fünf Kontakte genutzt werden. Die „AISG C485“-konformen Produkte sind als männliche und weibliche Kabel- und Flanschsteckverbinder mit Abschirmung erhältlich. Die für sämtliche Funknetze einsetzbaren Stecker erfüllen im gesteckten und verriegelten Zustand die Anforderungen gemäß Schutzart IP68 und gewährleisten auch bei extremen Außenbedingungen hohe Zuverlässigkeit.

Schnelle Datenübertragung bis 10 Gbit/s

Zu den aktuellen Erweiterungen des M16-Angebots von binder zählt auch ein X-kodierter Steckverbinder, der Übertragungsgeschwindigkeiten leisten kann, wie sie die sensorbasierten und automatisierten Produktionseinrichtungen von heute erfordern. Die Datenübertragung ist mit bis zu 10 Gbit/s spezifiziert.

Kosteneffektive Alternative

Dank einer Kombination aus hoher Polzahl und kompakter Abmessung mit einem Durchmesser von 18,5 mm und einer Länge von 60 mm bieten M16-Steckverbinder eine kostengünstige Alternative zu höherpreisigen Steckverbindersystemen. Optional erlauben Sonder- und Winkelausführungen mit einer Höhe von gerade einmal 37 mm auch den Einbau in Anwendungen mit beengten Platzverhältnissen.

Die M16-Steckverbinder nehmen Kabel mit Durchmessern von 4 mm bis 10 mm auf und sind bei einer Stehstoßspannungsfestigkeit bis 1500 V und 250 V Nennspannung bis 7 A stromtragfähig (bei 40 ºC).

»Wegen der steigenden Anforderungen der Gerätehersteller in Bezug auf EMV-Verträglichkeit erfordern immer mehr Anwendungen geschirmte Kabelsysteme, was bei den Steckverbindern gute Abschirmeigenschaften voraussetzt. Optimale Ergebnisse lassen sich nur durch eine 360°-Rundumschirmung erreichen, die hier durch integrierte Abschirmringe realisiert wird und ausgezeichnete Dämpfungseigenschaften über einen großen Frequenzbereich bietet«, beschreibt Sascha Döbel.

Fazit: Der Produktmanager von binder ist überzeugt davon, dass sich aufgrund der breit gefächerten Auswahl an M16-Steckverbindern, und der daraus resultierenden hohen Flexibilität bei vergleichsweise geringen Kosten, das M16-Steckverbinder-System weiter am Markt behaupten sowie in neuen Anwendungen durchsetzen wird. Aktuell ist dieser Trend im Bereich der neuen Kommunikations- und Sicherheitssysteme zu beobachten. 

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