Kioxia und Western Digital

Unfall lässt NAND-Preise steigen

14. Februar 2022, 12:21 Uhr | Heinz Arnold
Embedded Flashspeicher von Kioxia mit Kapazitäten von 256 und 512 GB, die in 0,8 und 1,0 mm hohen Gehäuse sitzen.
Embedded Flashspeicher von Kioxia mit Kapazitäten von 256 und 512 GB, die in 0,8 und 1,0 mm hohen Gehäuse sitzen.
© Kioxia

Die Preise für NAND-Flash-ICs könnten im zweiten Quartal wegen des Unfalls bei Kioxia und Western Digital um bis zu 10 Prozent anziehen.

Vor dem Unfall hatten die Analysten von TrendForce noch prognostiziert, dass auf dem Markt für NAND-Flash-ICs eine leichte Überversorgung eintreten würde und die Preise im zweiten Quartal gegenüber dem ersten voraussichtlich fielen. Doch seien die Auswirkungen des Unfalls in den Fabs in Yokkaichi und Kitakami, die Koxia und Western Digital gemeinsam betreiben, erheblich. Western Digital hatte berichtet, dass wegen Verunreinigungen in Materialien Flash-ICs mit einer Kapazität von 6,5 Exabyte (EB) verloren gegangen seien. 6,5 EB machten laut TrendForce 13 Prozent des Gesamtausstoßes beider Unternehmen im ersten Quartal 2022 aus und entsprächen 3 Prozent des gesamten Jahresausstoßes. 

TrendForce beziffert den gemeinsamen Marktanteil von Western Digital und Kioxia im dritten Quartal 2021 auf 32,5 Prozent. Der Verlust im ersten Quartal 2022 könnte die Preise im zweiten Quartal um 5 bis 10 Prozent in die Höhe treiben.  

Die Analysten von Omdia schätzen, dass sich der gemeinsame Verlust von Western Digital im Bereich von 23 bis 24 Prozent einer Monatsproduktion bewege. »Western Digital bezifferte den Verlust auf 6,5 EB, Kioxia ließ nichts verlauten. Wir nehmen an, dass Western Digital sich auf den eigenen Verlust bezogen hat, so dass der Verlust von Kioxia sich auf ähnlicher Höhe bewegen dürfte, wenn nicht sogar noch etwas mehr ausmacht, weil Kioxia ein etwas größerer Anteil an der Gesamtproduktion zusteht«, erklärt Craig Stice, Chief Analyst Semiconductors von Omdia.

Die Auswirkungenau auf den Gesamtmarkt seien schwer vorhersagen: »Auf dem NAND-Markt herrschte eine leichte Überversorgung, die Preise fielen, was darauf hindeutet, dass sich in den Lagern Vorräte gebildet haben«, so Stice. »Der Ausfall in der Produktion von Western Digital und Kioxia könnte nun aber dafür sorgen, dass sich zwischen Angebot und Nachfrage ein Gleichgewicht einstelle. 
 

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