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IIoT Displays und Bedieneinheiten: »Smarte« Elektronikgehäuse

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Mobile und stationäre Gehäusetechnik

Mit seinen HMIs (Human–Machine Interfaces) und Industrie-PCs hat Phoenix Contact sein Portfolio rund um das Thema „Bedienen und Beobachten“ in den letzten Jahren stark ausgebaut – unter anderem durch die Gründung der Phoenix Contact HMI-IPC Technology GmbH in Filderstadt. Auch im Bereich Elektronik-Gehäuse hat man langjährige Erfahrungen. Zur Hannover-Messe 2017 stellte das Unternehmen erstmals auch Gehäusesysteme zur Integration von Displays und Touch-Systemen unter dem Namen Display Carrier System – oder kurz DCS – vor.

Folientastaturen Bildquelle: © Phoenix Contact

Folientastaturen vervollständigen die Eingabemöglichkeiten der Mensch-Maschine-Schnittstelle.

Hersteller von Industrieelektronik können seitdem auf Gehäusekomponenten zur Integration ihrer Elektronik sowie auf passende Eingabe- und Befestigungssysteme zurückgreifen. Dabei wurden die oben beschriebenen Anforderungen an Displays berücksichtigt.

Konzipiert wurden die DCS-Gehäuse für den mobilen und auch für den stationären Einsatz. Das Gehäuse ist für den Einbau eines LC-Displays vorbereitet, das Fenster kann mit einem Acrylglas oder mit einem Touchscreen versehen werden. An den Stirnseiten finden sich Durchbrüche, die für das Anschlusskabel und andere Geräteschnittstellen vorgesehen sind.

Zur Gestaltung der Rückseite des Gehäuses sind auswechselbare Einsätze im Kunststoffspritzwerkzeug integriert. Beliebige Durchbrüche für Steckverbindungen können auf Kundenwunsch umgesetzt werden. Standardmäßig eingebaut sind eine Aufnahme für einen Touch-Pen und eine Aufnahmenut für den Wandhalter; zudem lässt sich ein weiteres Akku-Pack-Gehäuse integrieren. Bei der Gehäuseausführung für 15-Zoll-Displays ist ein leicht zu bearbeitendes Winkelblech für die Anschlusstechnik erhältlich.

Das Lochbild für die Wandbefestigung ist kompatibel mit dem Standard VESA 75 bzw. VESA 100. Zur Erhöhung der Schutzart von IP20 auf IP54 gibt es eine Rundschnurdichtung für alle drei Baugrößen von 5,7, 7 und 15 Zoll. Optionale Lüftungsschlitze an der Gehäuserückwand begrenzen die Erwärmung.

Folientastaturen

Je nach Gehäusevariante oder Display-Größe sind zusätzlich Standard-Folientastaturen in der Gerätefront integrierbar. Mit diesen lassen sich – unabhängig vom Touchscreen – sicherheitsrelevante Eingaben tätigen. Die Tastaturen gibt es in zahlreichen Farbvarianten, und auch bei den Tasten kann zwischen mehreren Ausprägungen und Ansprechverhalten gewählt werden. Zudem sorgen Ausführungen mit Tasten-Druckpunkt für ein zuverlässiges und prellarmes Schaltverhalten.

Ergonomische, Dom-geprägte Tasten verbessern die haptischen Eingabeeigenschaften. Von Domprägung spricht man bei einer Folientastatur, deren Dekor- und Kontaktfolie mit einer Prägung zur taktilen Rückmeldung versehen sind. Mit einer Mindestlebensdauer von 1 Mio. Schaltspielen ist die Industrietauglichkeit gegeben. Individuelle Frontfolien und Folien-Tastaturen sind bereits ab Losgröße 1 erhältlich. (es)