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Display-Trends 2019: Professionelle Displays, Kapazitätsausbau und Preisdruck

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Touch und Schnittstellen im Fokus

Gerade hierin liegen die Chancen für Industrie- und professionelle Displays: Einige Hersteller werden im Consumer-Bereich nicht mehr marktfähig sein und sich auf diese Kunden fokussieren. Dies betrifft vor allem Hersteller, deren größte Substrate GEN 7 sind, z.B. taiwanesische Firmen. Sinkende Preise und mehr Anbieter mit steigendem Interesse für den professionellen Markt sind die Folge. Auch im Bereich OLEDs werden die Kapazitäten massiv ausgebaut, so wird 2019 die erste GEN-8-OLED-Fab in China eröffnet.

Touch und Schnittstellen im Fokus

Weiterhin sind für Display-Integratoren Touch und Datenschnittstelle von großem Interesse. PCAP und Optical Bonding hat sich in den meisten Anwendungen erfolgreich etabliert. Somit geht es um Verbesserung der Ausbeute und Prozesse. Interessant könnte werden, ob sich „Air-Gap“-Bonding – eine übrigens interessante Wortwahl für den althergebrachten Luftspalt – in Verbindung mit hoher Reflexionsreduzierung durchsetzen wird. LVDS wird im Jahre 2019 weiterhin die Schnittstelle der Wahl der meisten großformatigen Displays bleiben, auch wenn vermehrt Displays mit embedded Displayport und V-by-One angeboten werden.

Es bleibt also auch im neuen Jahr im Bereich der Displays hochspannend, wie bei allen Technologien mit höherem Reifegrad verschieben sich die Gewichte von der reinen Technologie weg. Das Zentrum professioneller Display-Systeme wird sich zunehmend in Richtung Deutschland verlagern, nicht zuletzt getrieben durch eine starke und innovative Automobilindustrie und eine wachsende Embedded-Branche.

Fülle von Innovationen für Consumer-Displays

Das Display-Jahr startet mit der CES in Las Vegas mit einer Fülle von Innovationen für Consumer-Displays. Ende Februar trifft sich die internationale industrielle Display-Community dann in Nürnberg bei der „electronic displays Conference“ (edC) und der „electronic displays Area“ mit voraussichtlich fast 100 Ausstellern – ein neuer Rekord. Somit ist die Teilnahme in Nürnberg ein Muss für Profis, um sich kompetent und effizient über Display-Neuigkeiten zu informieren und auszutauschen. Mitte Mai wird es auf der weltgrößten Display-Veran- staltung, der Displayweek der Society for Information Display (SID), wieder den vom Deutschen Flachdisplay-Forum (DFF) or-ganisierten German Pavillon geben. Eine nochmals gestiegene Anzahl von deutschen Ausstellern macht diesen zum größten Stand auf der gesamten Ausstellung.