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IVAM Fachverband für Mikrotechnik: Umfrage: Datenschutz kann Technologien und KMU ausbremsen

In einer Umfrage des IVAM Fachverbandes für Mikrotechnik gaben zwei Drittel der Teilnehmer an, dass für KMU der Zeit- und Kostenaufwand für die Umsetzung der DSGVO so hoch ist, dass das Kerngeschäft darunter leiden könnte.

Umfrage Bildquelle: © IVAM Fachverband für Mikrotechnik

77 Prozent der Befragten denken, dass die für die Umsetzung der EU-DSGVO nötigen Ressourcen insbesondere KMU und Startups für das Kerngeschäft fehlen.

Das IVAM Executive Panel ist eine Gruppe ausgewählter Forscher und Führungskräfte in kleinen und mittleren Hightech-Unternehmen aus der Mikro- und Nanotechnik-Branche. Innerhalb des Panels führt der IVAM Fachverband für Mikrotechnik Kurzbefragungen zu aktuellen Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft durch.

Kleine Unternehmen und Start-ups müssen nach Angabe der Befragten meist mehr Zeit und Geld in die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung investieren, als sie dafür eingeplant und zur Verfügung haben. Alleine die Klärung, wie die Richtlinien im eigenen Haus umgesetzt werden müssen, kostet die Unternehmen viel Zeit. Die bei den komplexen Vorschriften in Firmen entstehende Rechtsunsicherheit und ausstehende nationale Anpassungen der europäischen Verordnung führten zu einem hohen Recherche- und Informationsaufwand. Zudem sei es durch die Verordnung zum Teil schwieriger geworden, für das Geschäft erforderliche Daten zu erheben und zu verwerten.

Nicht nur für das Tagesgeschäft, auch für Innovationen kann die DSGVO kontraproduktiv sein. Der Einsatz datengestützter Technologien für Industrie 4.0, Internet of Things oder eHealth sei dadurch potenziell gefährdet, meint eine deutliche Mehrheit der befragten Branchenvertreter. Zumindest sei ein höherer Aufwand nötig, um die Rechtslage für die Erhebung und Verwertung von Daten zu prüfen. Es gebe aber durchaus Bereiche, in denen die Einschränkung von Big-Data-Anwendungen durch Datenschutzregelungen sinnvoll sei.